Thema Beikost. Wirklich! So ein großes Thema. Es gibt unzählige Bücher dazu. Im Netz kursieren hunderte Beiträge, die das Ganze thematisieren. Und dann – ja dann kommen auch noch all die persönlichen Erfahrungsberichte deines Umfeldes dazu. Und am Ende bringen dir all diese hilfreichen Tipps nur eines: sie verunsichern dich. Und lenken nur ab. Von deinem Bauchgefühl. Das bei diesem, doch so großen Meilenstein aber eigentlich so, so wichtig ist.

Denn aus Erfahrung weiß ich, so individuell wie der Zeitpunkt für das Einführen der Beikost, so unterschiedlich auch die Geschmäcker. Noch gibt es einen festen Fahrplan. Jedes Kind is(st) anders.

Es geht doch darum, seinen ganz eigenen Weg zu finden, der sich für beide Seiten gut anfühlt. Richtig anfühlt. Zu einem Zeitpunkt, an dem das Kind dafür bereit ist.

Doch wann ist dieser Zeitpunkt?

Das werde ich am häufigsten gefragt. Meistens, dann, wenn man meine Tochter dabei beobachtet, wie sie seit ihrem sechsten Lebensmonat voller Genuss zum Essen greift. Richtig – greift. Denn bei uns gab es lediglich die ersten paar Wochen Abendbrei. Als erste Beikost. Entgegen der Norm, die einem bekanntlich zu Mittagsbrei rät.

Für alle Babys, die es eher klassisch mögen und für alle Mamis da draußen, die bei diesem Thema doch noch etwas unsicher sind, möchte ich folgenden Beitrag verlinken:

Babys erster Brei – Beikosteinführung Schritt für Schritt 

Und wie lief das so bei uns?

Carolina „sitzt“ von Anfang an mit uns am Tisch. Einfach, um dabei zu sein. Manchmal nahm sie sogar aktiv teil am gemeinsamen Mittag- oder Abendessen und ich musste sie währenddessen stillen. Grundsätzlich sollte ich erwähnen, dass ich sie von Anfang an stillte. Und das sogar alle zwei Stunden. Auch nachts. Daran änderte sich auch nach der Beikost Einführung nichts. Meine Hoffnung, sie abends mit einem Milchbrei zu sättigen, damit sie etwas länger durchschlafen würde, schlugen fehl. Sie brauchte einfach diese gemeinsamen Kuschel Einheiten. Auch nachts.

Und dennoch: sie genoss das Abendessen mit uns zusammen. Tagsüber gab es dann zwischen den Stilleinheiten, immer wieder Fingerfood. In die Hand. Eine Gurke, eine gedünstete Karotte, ein Stück Brot. Dazu habe ich einfach weiter gestillt, doch schon als Carolina etwa acht Monate alt war, reduzierten sich die Still-Einheiten deutlich. Das ganze ging so schnell und Carolina hatte so viel Lust am Essen und schaffte es auch, sich selbst zu füttern. Mit unglaublicher Leidenschaft, wurde jedes Stückchen selbst in die Hand genommen, in den Mund gestopft und zermahlen.

Natürlich verlangte sie dadurch immer weniger Milch. Mit etwa 10 Monaten stillte ich nur noch nachts. Den Rest des Tages hat sie tatsächlich schon komplett mit normalem Essen gedeckt. Zu trinken gab es lediglich Wasser oder Tee.

(Zum Thema: Abstillen, folgt bald ein ausführlicher Beitrag)

Breifrei. Wie es dazu kam?

Einfach so. Ich habe mich an meiner Tochter orientiert. Sie beobachtet und herausgefunden, wann sie Interesse an „unserem“ Essen auch deutlich bekundet hat. Ich sah, wie sie uns verfolgte mit ihren Augen und uns dabei beobachtete, wir unsere Hände zum Mund führten. Es hat sie wohl fasziniert. Sie wollte es selbst probieren.

Das Ganze hat natürlich super viele Vorteile. Als aller erstes natürlich eines: Selbstständigkeit. Für Sie. Und mehr Freiheit für mich. Denn sie nicht ständig mit dem Löffel zu füttern, fand ich schon äußerst angenehm. Zumal ich nebenbei noch ein Kleinkind bedienen darf.

Ein weitere Vorteil ist somit natürlich auch, dass ich nicht extra kochen brauche. Für mich und ein weiters Kleinkind. Wir alle Drei essen mittags alle das gleiche. Mal mehr – mal weniger – gewürzt.

Dass ich Carolina nicht extra Brei füttern muss spart mir jede Menge Arbeit beim kochen. So koche ich nur noch ein Gericht für uns alle.

Um mir das Ganze im Alltag zu erleichtern, plane ich mittlerweile  unsere Woche durch. Von Montag bis Samstag lege ich die Gerichte im Vorfeld fest. Logischer Weise meist sonntags. So kombiniere ich all Produkte und vermeide, dass ich zuviel einkaufen könnt und schaffe es so alles zu verwerten.

Es folgen sechs Rezepte und Gerichte, die es bei uns letzte Woche auf den Tisch geschafft haben:

Den Anfang macht:

Süßkartoffelstampf mit knusprigem Seelachsfilet und Tomaten-Quark-Dip

Seefisch ist ein guter Jod-Lieferant. Jod ist wichtig für die körperliche und geistige Entwicklung von Kleinkindern. 44% des täglichen Jodbedarfs werden von einer Portion dieses Rezeptes gedeckt.

Geflügelwurst-Paprika-Zucchini-Spieße

Zucchinis sind ideal für Kleinkinder, da sie leicht verdaulich sind. Zucchini enthält mit rund 90 Prozent fast so viel Wasser wie Gurken, ist aber reicher an Vitalstoffen. So ist Vitamin B1 u.a. wichtig für die Funktion von Nerven. Das Spurenelement Eisen ist Baustein des roten Blutfarbstoffes, der für den Sauerstofftransport im Körper notwendig ist. Dieses Rezept deckt 15% des Eisentagesbedarfs eines Kleinkindes ab.

Hier gehts zum Rezept 

Ofenkartoffel mit Avocado Tomaten Quark und Babyblatt Spinat

Avocados sind reich an ungesättigten Fettsäuren und enthalten das zellschützende Vitamin E. Im Vergleich zu anderen Lebensmittel ist auch der Vitamin D-Gehalt nennenswert hoch. Eine Portion dieses Rezeptes deckt 4% des täglichen Vitamin D-Bedarfs eines Kleinkindes.

Hier gehts zum Rezept! 

(super lecker übrigens – als kleiner Tipp – wenn ihr die Kartoffeln nach dem kochen kurz in den Ofen schiebt, dabei vorher mit Öl und Paniermehl bestreichen. Schmeckt super lecker.

Eier-Sandwich mit Hüttenkäse und Gurken-Tomaten-Salat

Eier sind echte Allrounder und enthalten viele wichtige Vitamine. Besonders Vitamin B12, K und D sind im Vergleich zu anderen Lebensmitteln in höheren Mengen enthalten. So deckt eine Portion des Eier-Sandwiches 4% des täglichen Vitamin D-Bedarfs eines Kleinkindes ab.

Hier gehts zum Rezept!

Knuspertaler mit Fetakäse, Paprika und Minz-Joghurt

Quinoa liefert im Vergleich zu einigen anderen Getreidearten mehr Kalzium, Magnesium und Eisen. Also genau richtig, um den erhöhten Nährstoffbedarf von Kleinkindern zu verbessern.

Hier gehts zum Rezept!

Pizza Piccolini mit Tomaten, Paprika und Brokkoli

Südliches Flair für die Kinderküche! Brokkoli enthält dabei jede Menge Folsäure. Diese ist an diversen Stoffwechselprozessen beteiligt und somit wichtig für die gesunde Entwicklung.

Hier gehts zum Rezept! 

Guten Appetit !!!

So! Das waren sie. Unsere Gerichte von Montag bis Samstags, denn sonntags überlegen uns meist spontan, auf was wir Lust haben. Oder gehen sogar draußen essen.

Morgens gibt es für meine beiden Mädels meist ein Bircher Müsli mit viel Obst. Abends halten wir es klassisch: beim Abendbrot. Dazu etwas Gemüse. Avocado wird hier sehr geliebt. Aber auch Gurken und Tomaten.

Wie sieht es bei euch aus? Ich freue mich über euer ganz persönlichen Geschichten zum Thema: Beikost

Eure Teresa

(Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit 1000tage.de! Vielen lieben Dank für all die tollen Rezepte und die Inspiration)

Hi ich bin Teresa. Studierte Medienmanagerin und leidenschaftliche Redakteurin. Meine Modeaffinität hat mich aber auch zwischenzeitlich mal die Branche wechseln lassen und so war ich zuletzt als Shopmanagerin bei Inditex tätig. Aktuell lebe ich aber ganz nach dem Motto: „Mein Alltag ist ihre Kindheit“. Ich versuche jeden Tag zu einem kleinen Abenteuer für uns zu machen. Mit einem tollen Mann an meiner Seite, einer wundervollen Tochter, die im Mai 2017 zur großen Schwester upgegradet wird, gestalten wir unseren Alltag so bunt wie möglich. So reisen wir gerne, ob durch Asien oder Europa. Und versuchen einfach immer wieder unseren persönlichen Interessen treu zu bleiben und sie gemeinsam auch zukünftig mit unseren Kindern zu vereinbaren. Kinder machen unser Leben nämlich nur noch lebenswerter: wir müssen es nur zulassen.