Es war DAS Thema. Bücher habe ich bestellt. Internetseiten durchforstet. Ich wollte auch bloß nichts falsch machen. Klar – hier ging es ja auch schließlich um die Ernährung meines Kindes. Sogar meine Hebamme musste dafür nochmal bei mir aufschlagen. Und dann gab es noch diese Tabelle. Diese kleine, übersichtliche Tabelle. Und sie wurde zu meiner Bibel. Ein kleiner Fetzen Papier. Eine Tabelle auf der alles aufgezeichnet war: wann, wie und welcher Brei. Ich entspannte mich. Erstmal.

Denn schnell merkte ich: genauso individuell wie der Zeitpunkt für das Einführen der Beikost, so unterschiedlich die Geschmäcker der Kinder. Es gibt keinen festen Zeitplan, das sollte ich schnell lernen. Und so machte ich die Erfahrung, dass man sich hier nicht an strikte Regeln, zu denen man sich selbst verdonnerte, halten braucht. Dass es nicht wichtig ist, jeden Tag pünktlich um 12:00 Mittag zu essen. Dass es das Kind schon vertragen und nicht verwirren wird, wenn es auch mal zweimal das gleiche gibt. Das man keine schlechte Mutter ist, wenn es auch mal ein Gläschen gab. Das es lediglich wichtig ist, sich an einige Punkte zu halten und sein Kind, so gut es geht gesund zu ernähren. Mit viel Gemüse, viel Obst bei einfachen und simplen Gerichten. Und so lernte ich mit der Zeit viel dazu. Vor allem lernte ich zu entspannen.

Entspannt durch die Beikost

Und so gehe ich dieses Thema mit meiner zweiten Tochter nun auch schon viel entspannter an. Und was soll ich euch sagen: bisher läuft es super. Dabei habe ich mich lediglich an einige für mich persönlich, wichtige Anhaltspunkte gehalten. Und wenn ihr mögt, dürft auch ihr euch davon gerne was mitnehmen und euch daran orientieren. Also, all diejenigen unter euch, die damit gerade zum ersten Mal in Berührung kommen oder eben kurz vor diesem großen Meilenstein stehen. Und vielleicht kann ich euch zumindest ein bisschen den Stress nehmen.

 

Beikost einführen, wenn ihr emotional dahinter steht

Es bringt nichts, wenn ihr noch das Gefühl habt, euer Baby und ihr seid noch nicht bereit dafür. Hattet ihr in eurer anfänglichen Stillzeit Schwierigkeiten? Genießt ihr gerade jetzt erst eure wundervolle Stillbeziehung so sehr? Dann ist meiner Meinung nach auch keine Eile geboten. Dann genießt sie erstmal. Übereilt es nicht. Es zwingt euch keiner, pünktlich zum fünften Monat zu beginnen. Vertraut euch. Und wenn ihr euch doch unsicher seid, haltet Rücksprache mit eurer Hebamme. Spätestens in der 27. Woche sollte jedoch jedes Babys mit Brei gefüttert werden.

Ruhe und Zeit

Ihr müsst nicht zwangsläufig mit dem Mittagsbrei beginnen. Und diesen erst Recht nicht pünktlich um 12.30 geben. Entscheidet für euch. Wann habt ihr am meisten Ruhe und Zeit. Beim zweiten Kind sieht man alles plötzlich so viel entspannter und gelassener. Ich halte mich nicht mehr an irgendeine Tabelle, sondern entscheide selbst. Mein Baby nimmt es mir nicht übel, wenn es mal verzögert oder mal eher zu essen dazu kommt.

Welcher Tages Zeitpunkt?

Im Grunde gilt hier folgendes: immer dann wenn wir am Esstisch sitzen gibt es für Carolina einfach auch etwas. Sie sitzt schließlich schon von Anfang an mit uns am Tisch. Und neuerdings möchte sie auch nicht nur dabei sitzen. Sondern auch mit uns essen. Schließt Paulina sie nun auch schon automatisch in unseren „Piep, Piep Piep, wir haben uns alle lieb“ – Gesang mit ein. Abends gibt es dann einen doch schon eher sättigenden Brei und eben am Tag verteilt immer wieder „was in die Hand“. Avocado oder Banane. Sie darf alles probieren. Alles eben, was ihr kleines Bäuchlein so mittlerweile auch vertragen kann. Darauf achte ich. Und, dass es weich ist. Aber das muss ich ja nicht noch extra betonen, oder?

Breiauswahl

Carolina sollte abends eine eigene Mahlzeit bekommen. Während sie tagsüber schon mal eine weich gekochte Möhre, eine frische Avocado oder einen saftigen Apfel in der Hand hielt, gab es abends Brei. Doch es sollte ein Brei ohne Milch sein. Und das passende Rezept dafür fand ich. Bei den ersten 1.000 Tage. Die erste 1000 Tage Seite ist deshalb immer wieder eine Inspiration und einen Besuch wert. Für mich schon lange. Bereits in der Schwangerschaft und Stillzeit fand ich dort tolle, leckere und vor allem gesunden Rezepten für mich. Daneben: immer mit eine wertvolle Randnotiz dabei, mit dem Inhalt, warum die folgenden Zutaten gerade gut für mich sind. Oder eben für mein Baby. Und das passende Breirezept ohne Milch habe ich dann auch gefunden. Und das – ja das kann ich euch wirklich nur empfehlen. Am Ende garantiert nicht nur was für euer Baby:

 

Hier das Rezept für euch:

Zutaten:

20 g Grieß für Babys

1 TL Rapsöl

90 ml abgekochtes Wasser (z. B. Mineralwasser wie Volvic, das zur Zubereitung von Babynahrung geeignet ist)

100 g frische, pürierte Banane (entspricht etwa einer Banane)

Zubereitung:

1. Wasser abkochen, 90 ml abfüllen und auf etwa 50 °C abkühlen lassen.

2. Banane schälen und in Stücke schneiden. Die Stücke so lange mit einer Gabel zerdrücken, bis ein weiches Mus entsteht.

3. Den Grieß mit dem Rapsöl und dem abgekochten, warmen Wasser verrühren.

4. Getreidebrei mit pürierter Banane verrühren.

Bild über 1.000 Tage.de  

Ich wünsche euch gutes Gelingen.

Hi ich bin Teresa. Studierte Medienmanagerin und leidenschaftliche Redakteurin. Meine Modeaffinität hat mich aber auch zwischenzeitlich mal die Branche wechseln lassen und so war ich zuletzt als Shopmanagerin bei Inditex tätig. Aktuell lebe ich aber ganz nach dem Motto: „Mein Alltag ist ihre Kindheit“. Ich versuche jeden Tag zu einem kleinen Abenteuer für uns zu machen. Mit einem tollen Mann an meiner Seite, einer wundervollen Tochter, die im Mai 2017 zur großen Schwester upgegradet wird, gestalten wir unseren Alltag so bunt wie möglich. So reisen wir gerne, ob durch Asien oder Europa. Und versuchen einfach immer wieder unseren persönlichen Interessen treu zu bleiben und sie gemeinsam auch zukünftig mit unseren Kindern zu vereinbaren. Kinder machen unser Leben nämlich nur noch lebenswerter: wir müssen es nur zulassen.