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SOS Brustentzündung // wenn der Stress zu Schmerzen führt

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„Es heißt nicht umsonst Wochenbett. Schon dich. Du hast immerhin gerade ein Kind bekommen. Pass auf dich auf“, sagen sie.  Meine Hebamme, meine Familie, mein Freundeskreis. Und natürlich haben sie alle durch die Bank weg Recht. Und die Quittung für meine Leichtfertigkeit, gab es dann letzte Woche. Als der Stress dann körperliche Spuren hinterließ. In Form einer Brustentzündung. Krank sein ist bekanntlich nie sehr schön. Aber diesmal war es wirklich anders. Ich hatte Schmerzen, die ich so vorher noch nicht kannte. Fieber. Schüttelfrost. Kopfschmerzen. Jede Bewegung eine Qual. Jegliche Berührung meiner Haut unglaublich unangenehm. So wachte ich eines morgens auf. Spürte zunächst nur das brennende Gefühl in der linken Brust, konnte es nicht einordnen und schleppte mich ins Bad. Dort angekommen, in mein blasses Gesicht starrend, wurde mir das Ausmaß der Situation erst so richtig bewusst. Mit blankem Horror dachte ich an die bevorstehenden Tage, die es nun, in meinem, in diesem Zustand zu überleben gab. Und da wurden sie auch schon wach: beide Kinder.

Aus Erfahrung lernt man

Mit einer kleinen roten Stelle an der Brust fängt es an. Aber eigentlich fing alles schon viel früher an. Es fing an, als mein Mann nach einer Woche wieder arbeiten ging und ich zu Hause mit den beiden Kindern blieb. Aber würde ich den Alltag mit zwei Kindern alleine zu Hause auch schaffen? Das wir alles schaffen können, wenn wir es nur wirklich wollen und nicht an uns zweifeln sollten – ja das ist mein Lebensmotto und so stürzte ich mich mit vollem Selbstbewusstsein und voller Elan in mein neues Leben. Unbemerkt, dass es mich doch ganz schön viel Kraft kosten würden. Unbemerkt – wie sehr mich diese neue Lebenssituation doch schlauchen würde und ich nach all den Strapazen erst langsam wieder zu meiner vollen Leistungskraft wiederfinden muss. Gebe ich so etwas gerne zu? Nein – natürlich nicht. Mein Körper muss erst einmal wieder Alarm schlagen, damit ich mich zur Ruhe zwinge.

Klingt vielleicht sehr dramatisch, ist es leider aber auch! Denn einen Krankenschein für Mutti gibt es nicht. Verständnis und Rücksichtnahme deine Kinder? Fehlanzeige. Mit oder ohne Brustentzündung. Der Alltag geht weiter. Doch ab sofort nicht ohne einige Änderungen.

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Nobody is perfect

Zumal der erste Schritt in Richtung Heilung sicherlich darin besteht, sich selbst einzugestehen, dass man einen Fehler gemacht hat. Und sich diesen dann auch zunächst einmal auch zu verzeihen. Nobody is perect – richtig? Nun heißt es aber herausfiltern und feststellen, was genau da schief lief. Wann es anfing, dass man sich und seinen Körper überforderte/stresste . In meinem Fall, vergass ich einfach mal wieder, dass alles im Leben seine Zeit braucht. Das ich mir selber auch einfach mehr Zeit geben muss. Mir diese auch eingestehe und es eben nicht immer von jetzt auf gleich gut klappt. Auch wenn meiner, mir immer wieder gerne selbst auferlegter Perfektionismus dazwischen ruft. Ich brauche diese Zeit. Zeit, um mich erstmal in die Rolle als Mama von nicht mehr von nur einem, sondern zwei Kindern zu finden. Zeit, um meinen Alltag schrittweise neu zu gestalten.

Stillen als natürliches Heilungsmittel

Soweit so gut. Mit einigen Änderungen im Tagesablauf versuchte ich mir zumindest schon einmal körperliche Entlastung zu schaffen. Die Entzündung war aber dennoch da und galt behandelt zu werden. Recht zügig wurde meine Hebamme über meinen Zustand informiert. Ein Hausbesuch und einer ordentlichen Abmahnung seitens meiner Hebamme zu meinem mir selbst aufgesetzten stressigen Alltag später, folgte ein zustimmendes Nicken bezüglich meiner Änderungsvorschläge. Doch auch mir war bewusst, dass das alleine nicht reichen würde. Immerhin habe ich zwei Kinder, die es zu versorgen, zu beschäftigen und zu beaufsichtigen gilt. Die Ruhe und Muße, mir es mit Kohlblätter, Quarkwickeln und Ritterspitz auf der Couch gemütlich zu machen, hab ich nicht. Über den Hinweis „viel schlafen“ kann ich auch nur müde lächeln. Also brauchten wir eine schnelle Lösung. Eine schnelle und effektive Lösung.

Stillen ist hier die beste Medizin. Es beschleunigt sogar den Heilungsprozess. Daher gilt:

  • Häufiger stillen:Die Brust möglichst vollständig entleeren und um eventuell vorhandene Krankheitskeime weiter auszuschwemmen.
  • Die Brust vor dem Stillen anwärmen. Die Brust bei einem Milchstau vor dem Stillen mit warmem Kompressen erwärmen. Durch die Wärme wird die Durchblutung, und damit auch die Milchproduktion angeregt.
  • Brust nach dem Stillen kühlen: Zum Kühlen eignen sich kalte Kompressen oder ein Kühlpad, eingewickelt in ein Mulltuch.

So lässt sich die Entzündung mit Hilfe der Kleinen sehr schnell wieder in den Griff bekommen. Falls dies nicht der Fall sein sollte und die Entzündung schlimmer wird gibt es auch sehr gute homöopathische Medikamente, mit denen ihr die Entzündung auch gut in den Griff bekommt.

Gute Besserung euch da draußen.

 

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