1 In Kolumne/ Motherhood

Sorry Freunde, ich habe dann mal ein Kind!

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Nie hätte ich gedacht, dass ein Kind einfach alles ändert. Ja, und mit alles meine ich ALLES. Kinderlose Freunde können das manchmal nicht nachvollziehen und sind irgendwann über alle Berge. Sie sagen, sie bedauern die Freundschaft die verloren gegangen ist. Wir würden uns zu wenig darum kümmern uns regelmäßig zu melden, uns zu treffen und haben nur noch das Kind im Kopf. 

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 Bilder by: Libre Fotografie

Ich gebe zu, irgendwo zwischen den schlaflosen Nächten, den Gedanken an volle Windeln, wundem Popo und „was koche ich als nächstes für einen Babybrei“, habe ich manchmal vergessen mich zu fragen oder besser gesagt, sie zu fragen, was meinen kinderlosen Freunde gerade machen.

Dazu muss ich sagen, für mich ist das erste Jahr mit Kind wirklich nicht einfach gewesen, was viele Mütter bestimmt nachvollziehen können –  Alleinstehende leider oft nicht. Und soll ich euch auch sagen, warum es so anstrengend ist? Es liegt daran, das wir einfach nur die besten Mütter sein möchten. Da ändern sich die Privilegien. Es bleiben Wohl oder Übel die Dinge auf der Strecke die einem früher enorm wichtig waren.

Dazu zählen leider auch Freundschaften pflegen, aber auch ganz banale Dinge wie: die eigene Hygiene, der Haushalt, Sport, warmes Essen, Zeit als Paar verbringen, die Karriere und einfach die Zeit für einen selbst, all das steht hinten an. Da kann man leider auch mal vergessen, zurückzurufen oder eine Whats App zu beantworten.

Denn die Mutterrolle 24 Stunden am Tag zu managen ist nicht so einfach wie man sich das vorher vorstellt. Erst recht nicht, wenn man keine der Familienangehörigen im nahen  Umkreis hat. Aber das weiß man ohne Kind leider nicht, sich als Freunde dann aus dem Staub zu machen ist dann nicht die feine Art. Leider musste ich aber am eigenen Leib erfahren, dass ganze Cliquen sich verabschieden können, wenn man nicht mehr so entscheidet, wie vor der dem Baby und der Familienzeit auch mal den Vortritt einräumt.

Ein großes Dankeschön gilt allerdings an die kinderlosen Freunde, die immer so geduldig mit uns und nicht böse sind, weil wir uns weniger melden oder Verabredungen absagen weil wir einfach nur platt sind. Uns trotzdem noch mögen, auch wenn wir oftmals nur mit einem Ohr zuhören. Manchmal muss man erst selbst ein Kind bekommen, um zu merken wer deine wahren Freunde sind! Schlussendlich sind wir um einige Erfahrungen reicher geworden was Freunde angeht. Und jetzt nach dem ersten turbulenten Jahr mit Kind, merke ich einfach wie entspannt alles geworden ist und das ich nun wieder eine verlässliche, interessierte Freundin sein kann. Aber leider nur für die, die noch an meiner Seite sind.

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1 Comment

  • Reply
    Hanna
    26. April 2017 at 07:03

    Schön, dass es vielen so geht – habe kürzlich einen ganz ähnlichen Artikel geschrieben 😉

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