Seychellen mit Baby

Inselhopping auf den Seychellen und das mit einem 4 Monate kleinen Baby. Das klingt für viele auf den ersten Eindruck verrückt, dennoch haben wir die Seychellen als Reiseziel für unseren ersten Familienurlaub gewählt. Die Inselgruppe im indischen Ozean ist nämlich perfekt für einen Badeurlaub mit Baby. Es gibt dort keine giftigen Tiere, keine gefährlichen Krankheiten und laut WHO hätte man sogar das Leitungswasser trinken können, so dass wir uns keine Gedanken machen mussten, wenn unser Baby beim Duschen mal etwas Wasser in den Mund bekommen hat. Weitere Vorteile, die mich und meinen Mann überzeugt haben auf die Seychellen zu fliegen, waren die Direktflüge ab Frankfurt, die auch noch über Nacht gingen und die Tatsache, dass es nur 2h Zeitverschiebung gab.

Also machten wir uns im Februar 2017 auf den Weg auf die Seychellen.

Glücklicherweise war der Flieger nie voll und somit durfte unsere Tochter im Maxi Cosi auf einen eigenen Sitzplatz. Sie hat auf beiden Flügen fast die ganzen 9h durchgeschlafen. Demnach kamen wir super entspannt am nächsten Morgen auf der Hauptinsel „Mahé“ an.

Mahé

Als erstes ging es für uns in Richtung Hotel. Auf der Insel fahren zwar Busse in alle Richtungen, allerdings sollte man wissen, dass man nur ohne Gepäck und auch nur ohne Kinderwagen mitgenommen wird. So bleibt also nur ein Mietwagen oder Taxi. Da wir unsere Rundreise über „Seyvillas“ gebucht haben, mussten wir uns nie um den Transfer kümmern, was uns mit Baby ganz angenehm erschien. Man kann sich auf Mahé und Praslin aber auch problemlos einen Mietwagen nehmen.

Die erste Woche verbrachten wir in einer der schönsten Buchten auf Mahé, der Baie Lazare Bucht. So freundlich wir von den Mitarbeitern unseres Hotels in Empfang genommen wurden, so wurden wir auch den Rest des Urlaubes von den Einheimischen behandelt. Ich werde nie vergessen wie uns die Menschen dort angestrahlt haben und sich über unser kleines Babymädchen gefreut haben, egal wo wir waren. Und die Kinder erst, wie neugierig sie an unseren Kinderwagen kamen.

Auch sonst wurden all unsere Erwartungen erfüllt. Die Seychellen sind ein wahres Paradies und wie ich finde hält sich der Tourismus noch sehr in Grenzen. Man ist umgeben von weißem Sandstrand, türkisfarbenen Meer und einer üppigen Vegetation, die am Strand übrigens sehr hilfreich war, da man sich einfach nur unter einen Baum setzten musste und somit keinen extra Sonnenschutz brauchte. Unsere Strandmuschel haben wir lediglich ein einziges Mal aufgebaut, da es etwas windig war an dem Tag.

Wir genossen die Tage am Strand mit unserem Baby sehr, was ich zu dem Zeitpunkt noch voll gestillt habe. Somit mussten wir uns nie ums Essen sorgen. Wer allerdings auf Milchpulver angewiesen ist, sollte dies auf jeden Fall in ausreichender Menge aus Deutschland mitbringen, Windeln und Feuchttücher konnten wir aber in jedem Supermarkt kaufen.

Die Tage verbrachten wir also hauptsächlich am Strand mit baden und schnorcheln. Die Unterwasserwelt ist wirklich atemberaubend schön. Zwischendurch kamen wir auch auf die Idee kleine Wanderungen in nahgelegene Buchten zu unternehmen, was eine schweißtreibende Angelegenheit war, da die Straßen teilweise ziemlich steil sind. Durch das feuchtwarme Klima waren wir sowieso permanent nassgeschwitzt. Unsere Babytrage konnten wir somit fast gar nicht verwenden, da unsere Tochter darin stark geschwitzt hat.

Praslin

Nach einigen Tagen ging dann unsere Fähre nach Praslin. Viel los ist auf der Insel nicht aber wie überall auf den Seychellen gibt es wunderschöne Strände. Wir haben uns für ein Guesthouse, einer eher einfacheren Unterkunftsart entschieden und übernachteten in einer kleinen Stelzenvilla mit Blick aufs Meer. Die Eigentümer der Unterkunft waren sehr herzlich und da wir Halbpension gebucht haben, kochte uns der Hausherr jeden Abend ein leckeres Abendessen mit drei Gängen, dass wir zur Villa gebracht bekamen.

Ein echtes Highlight auf Praslin ist der Anse Lazio Beach, den wir mehrmals besuchten, da dieser sehr weitläufig ist und perfekte Schnorchelplätze zu bieten hat, sowie kleinere Beachbars. Dort trafen wir auch auf viele andere Familien mit kleinen Kindern.

Ein wirklich schönes Ausflugsziel ist die Nachbarinsel „Curieuse“, ein Nationalpark in dem Riesen-Schildkröten leben. Ein Erlebnis, dass ich definitiv auch nie vergessen werde.

La Digue

Das absolute Highlight der Seychellen war für mich La Digue. Wenn man sich Bilder anschaut, braucht man wohl nicht zu sagen, dass die Insel ein wahres Paradies ist. Ich habe mich sofort in die Insel verliebt, die so klein und überschaubar ist, dass man mit dem Fahrrad in ca. 1h einmal um die Insel fahren kann. Wieso ich schreibe mit dem Fahrrad? Weil auf La Digue alle mit dem Fahrrad, zu Fuß oder dem Ochsenkarren unterwegs sind. Kleinere Lastwagen für logistische Zwecke sind die einzigen motorisierte Fortbewegungsmittel die man sehen kann. Also haben wir unser Baby in die Trage geschnallt, das Stilltuch als Sonnensegel übergeworfen und uns ebenfalls aufs Fahrrad geschwungen, um die Insel zu erkunden.

Ganz in unserer Nähe gab es eine alte Farm zu besichtigen mit einer vorgelagerten Kokosnuss- und Vanilleplantage, die auch Zugang zu dem weltberühmten Bacardi-Strand, dem Anse Source d’Argent hat. Zum Abschluss des Tages wurden wir dann immer mit traumhaften Sonnenuntergängen verwöhnt.

Schließlich ging es für die zwei letzten Tage zurück nach Mahé, in die sehr touristische Beau Vallon Bucht. Wir waren wieder in der Zivilisation gelandet. Die Bucht ist wirklich traumhaft schön, allerdings fühlt man sich bei den vielen Touristen, Hotels und Wassersportanbietern eher wie auf Mallorca. Nach knapp drei Wochen ging unser Urlaub schließlich zu Ende und ich muss sagen, nach der Schwangerschaft und den ersten vier Monaten als Mutter, hätte ich mir kein besseres Reiseziel zur Erholung vorstellen können als die Seychellen. Mein Mann und ich waren super entspannt und somit auch unser Baby.

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Hi, ich bin Ramona. Sagt doch einfach Mona zu mir! Wenn Wäscheberge wachsen und das Chaos jeden Tag von vorn beginnt, weißt du, dass du mitten im Familienleben steckst. In unserer Welt geht es um die schönen Dinge des Alltags und das Leben mit Kind, auch mal durch Kinderaugen zu entdecken. Von unseren Kindern können wir den naiven, neugierigen und unverbrauchten Blick auf die Welt wieder erlernen. Mein Sohn Kian ist bald 1 Jahr und ein richtiger Wirbelwind. Langweilig wird es uns nie. Mit uns reist ihr durch das kunterbunte Familienleben mit kochen, basteln, nähen und Reisen in ferne Länder. Ich als Workingmom lasse meiner Kreativität an der Nähmaschine freien Lauf. Somit findet ihr einige handgemachte Lieblingsstücke in meinem Shop. Es sind die kleinen Dinge, die uns bewegen und zur Besonderheit werden.