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Die kleine ostfriesische Insel, war eine Premiere für Louis und mich – zwar war es nicht sein erster Urlaub, denn wir waren vorher schon gemeinsam in Antwerpen, Zandvoort und in Amsterdam, aber es war der erste Trip ohne seinen Papa. Der hatte

mal vier Tage ganz für sich – fand er im Nachhinein aber eher öde. Wir waren trotzdem nicht ohne familiäre Unterstützung unterwegs, meine Schwester begleitete uns ab Essen und meine Mama und ihr Mann, waren schon ein paar Tage vor uns angereist.

Borkum Hotel

 

Zu den Fakten:

Wie kommt man hin?

Mit dem Auto zum Fährhafen Eemshaven in den Niederlanden, ab da fährt man noch circa 50 Minuten mit der Fähre. Das Auto könnte man mit auf die Insel nehmen, kostet aber circa 35 € – 150 €, je nach Größe und Model des Wagens. Das Parken in Eemshaven hingegen kostet nur 4 € pro Tag. Wir ließen den Wagen also stehen und reisten mit Sack und Pack an: Kinderwagen, Trage, Wickeltasche, jeder eine Reisetasche und eine „Handtasche“, die fast genauso groß war, wie die Reisetasche.  Nicht ganz easy, vor allem, wenn das Kind zusätzlich noch beschließt, beim Anstehen an die Fähre einen gehörigen Schreianfall zu bekommen. Auf Borkum angekommen, sind wir dann noch mal circa 15 Minuten mit der Bimmelbahn gefahren.

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Wo schläft man?

Wir hatten eine kleine, aber sehr gemütliche Ferienwohnung direkt am Südstrand über Wimdu gebucht. Dank der Küchenzeile konnten wir nicht nur jederzeit Fläschchen, sowie Wasser für die Thermoskanne machen,  sondern auf dem Herd auch alle Baby-Dinge abkochen. Ihr solltet, wenn möglich, frühzeitig buchen: Denn die Insel ist wirklich sehr beliebt und an Feier- sowie Brückentagen, kann es schwer sein kurzfristig noch eine Unterkunft zu finden.

Wo isst man?

Auf der Promenade reiht sich ein Restaurant an das nächste, die Küche ist hier ganz okay, dafür wird man aber mit dem tollen Blick auf’s Wasser verwöhnt, außerdem gibt es zu bestimmten Zeiten Live-Musik im Pavillon. Dann ist das Urlaubsfeeling perfekt.

Promenade

 

Ebenfalls direkt an der Strandpromenade, befinden sich viele kleine Strandbuden, in denen man tagsüber Milchreis, Germknödel und Krabbenbrot essen kann. Meins war von Marcus Braun („Dat lecker Budje an de Strand“) und wirklich ein Muss, wenn man dort ist. Richtig gut gegessen, haben wir außerdem im Valentins: Mediterrane Küche, gemütliches Lokal, sowie kinderfreundliches Personal.

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Sicherlich kein Geheim-Tipp, aber sowas von urig: Omas Teestübchen. Hier gibt es über 200 verschiedene Teesorten, die man in der nostalgischen Einrichtung mit Stövchen, Sahne und Kandis genießen kann und die größten Windbeutel, die ich jemals gesehen habe. Und die leckersten, soviel ist klar. Im anliegend Lädchen, kann man die Teesorten und allerlei Zubehör, gleich für die Liebsten mit nach Hause bringen.

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Wo shoppt man? 

Bei Kiki Kindermoden, gibt es neben Marken wie Steiff, auch Kleidung mit dem Aufdruck „Borkumer Strandpirat“ – total niedlich. Außerdem gibt es noch allerlei von Burki, dem Maskottchen der Insel, allein 65, dieser kleinen Bücher kann man bei den Einzelhändlern auf der ganzen Insel kaufen, ich habe außerdem noch Burkis fruchtigen Abenteuertee in Omas Teestübchen gekauft. Schmeckt Louis leider (noch) nicht, jetzt ist er fast leer, war wohl doch eher ein Tee für Mamas. 😉 Für die „Großen“ empfehle ich den Juwelier Twinkle dort gibt es zum Beispiel maritimen Schmuck von Fischers Fritze.

Burki

 

Was gibt es zu sehen?

Den neuen Leuchtturm, der so neu gar nicht mehr ist, denn er ist schon  seit 1879 im Dienst. Man kann außerdem geführte Wattwanderungen machen, ebenso zu der Seehundsandbank, das war mir jedoch mit dem kleinen Mann in der Trage noch etwas viel. Es gibt auch noch eine Strandsauna, zwischen den Saunagängen, kann man sich in der Nordsee abkühlen, steht auch noch auf meiner Liste, für den nächsten Besuch. Ansonsten, wenn das Wetter es zulässt, einen Strandkorb mieten und relaxen. Zwischendurch in einem Strandkiosk etwas essen und dann das Ganze wieder von vorn.

Strand Borkum

 

Fazit:

Die Anreise mit dem Auto, der Fähre und der Bimmelbahn, fand ich schon recht anstrengend. Dafür ist Borkum ein kinderfreundlicher, überschaubarer Ferienort, mit vielen Möglichkeiten für Wanderungen und ausgiebigen Spaziergängen. Die Seeluft tut der Haut und den Atemwegen gut, nicht ohne Grund ist Borkum ein Kurort, der sich hervorragend zum Entspannen eignet. Am Strand habe ich außerdem sehr viele Kinder, voller Hingabe im Sand buddeln sehen und eine tägliche Kinderanimation gibt es dort auch. Wir müssen also definitiv noch einmal wiederkommen, um mit Louis eine große Sandburg zu bauen.

Extra-Tipp:

Einen Wickeltisch findet ihr in der öffentlichen Toilette, gegenüber des Musik-Pavillions am Nordstrand.

Hallo, ich bin Melli, an meiner Seite sind der kleine Louis und mein Mann Björn. Bevor ich Mama wurde, habe ich Modejournalismus studiert und arbeitete anschließend in einer Promi-Redaktion. Gab es zu der Zeit für mich nichts Spannenderes als: „Welches Kleid trägt XY zu den Oscars“ und „Hat Promi ZZ tatsächlich eine Affäre“, interessiere ich mich heute brennend dafür, wann unser kleiner Mann seine ersten Schritte macht und ob Pampers Baby Dry Night wirklich länger trocken halten?! Louis ist eindeutig der Star in unserem Haushalt und wie es sich für eine richtige Diva gehört, hat er sich Zeit gelassen, in unser Leben zu treten. Erst, als ich schon daran zweifelte, dass bei uns alles auf natürlichem Wege laufen würde, passierte „es“ in einer feucht-fröhlichen Nacht. Und so begann die aufregendste Reise meines Lebens… Jetzt ist der kleine Keks schon ein Kleinkind und hat unser Leben bereits ordentlich auf den Kopf gestellt.