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Das Buch „Yummy Books“ von Cara Nicoletti hat ein Cover, das sofort neugierig macht. Wir sehen eine fröhliche und charmante junge Frau in einer Metzgerei. Im Buch erfahren wir, dass die Autorin aus einer Metzgerfamilie kommt. Ebendiese Familie führte sie aber schon früh an die Literatur heran. Die Autorin hat immer gerne viel gelesen, häufig in der Kindheit gemeinsam mit Freundinnen und während ihres Studiums der Literatur gab es dann auch immer wieder gemeinsame Kochabende mit Bekannten und Kommilitonen. Lesen und Kochen: das sind zwei Dinge die Cara Nicoletti liebt. Und warum nicht beides vereinen, dachte sie sich wohl, als sie auf die Idee kam, ihr Buch: „Yummy Books“ im Suhrkamp Verlag zu veröffentlichen. Während ihres Literaturstudiums in New York, wo sie nebenbei in Brooklyns bekanntester Metzgerei arbeitete, kam sie schließlich auf die Idee, aus ihrer Doppelleidenschaft eine einzige zu machen – indem sie die kulinarischen Passagen ihrer Lieblingsbücher nacherzählte und die besten Rezepte kurzerhand nachkochte: Von Pippi Langstrumpfs »Buttermilchpfannkuchen« über das »perfekt gekochte Ei« von Jane Austen bis hin zu Jonathan Franzens »Schokoladen-Cupcakes mit Pfefferminz-Buttercreme«. So witzig und anregungsvoll geschrieben, lässt Nicoletti uns nicht nur das Wasser im Mund zusammenlaufen, sondern verführt uns auch zum Nachlesen und Nachkochen. Eine echte Inspiration – zumindest für mich, denn im Zuge unserer Asientour letztes Jahr, fing auch ich an zu überlegen, wie ich diesen Trip mit meiner Leidenschaft, dem Kochen, vereinen könnte.

 

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Und so schweifte mein Blick damals hinüber zur Kommode. Dort wo mein Buch: „Cooking with Poo“ lag. Dieses Buch, dass die Geschichte einer herzlichen und überaus symphatischen Thailänderin erzählt. Poo ist in dem von Unrat, Drogen, Kriminalität und bitterer Armut geplagten Klong Toey, den berühmten Bangkoker Slums geboren und aufgewachsen. Ihre Eltern arbeiten als Tagelöhner auf Baustellen, ihr Ehemann arbeitete als Motorradtaxifahrer, sie selbst betrieb eine kleine Garküche. Der magere Profit von 400 Baht am Tag reichte weder zum Leben noch zum Sterben. Ich habe ihre Biografie und ihr Kochbuch verschlungen und da wurde mir klar: Poo möchte ich kennen lernen. Und ich möchte kochen, mit Poo, in Bangkok.

Es war heiß. Sehr heiß. Und es war laut. Voll und stickig. Mitten in Bangkok, am Straßenrand. Da stand ich nun. Völlig orientierungslos. Wo befand sich bloß der Treffpunkt und wie komme ich bloß dorthin? Wer schon einmal in dieser wahnsinnigen trubeligen Hauptstadt Thailands war, der weiß wovon ich Rede. Der Verkehr ist eine Katastrophe, die Straßen sind voll und wenn man der Stadt einen Geruch zuordnen soll, dann wäre es „Abgasgestank“. Mit dem Taxi würde ich es also niemals rechtzeitig zum geplanten Treffpunkt schaffen. Das Hotel. Dessen Name ich nicht mal aussprechen konnte, den ich nur schnell auf ein weißes abgerissenes Blatt Papier kritzelte. Es blieb mir also nichts anderes übrig. Ich schwang mit auf ein Motorrad. Augen zu und durch. Der Fahrer schien vertrauenswürdig und für 5 Euro eine 15 minütige Fahrt recht günstig. Mit Vollgas schlengelten wir uns an den TukTuks und hupenden Autos vorbei, Richtung Ziel – meinen Fahrer fest im Klammergriff. Wieviele Verkehrsunfälle es wohl hier täglich gibt? Ob ich heute auch Opfer eines werde. Nur zwei Gedanken, die mir während der Fahrt durch den Kopf schossen. Aber dann, dann als wir an einer roten Ampel anhielten, ich rechts neben mir die Tempel sah, links eine Streetfood-Küche von der der  Geruch vom frischen Pad Thai ausging, und vor uns ein Mann hielt, der mir für ein paar Cent gebackene Bananen verkaufte- ja genau in diesem Augenblick konnte ich diese Gedanken abstreifen –  und in mir wuchs Vorfreude. Gleich würde ich über einen typischen thailändischen, einheimischen Markt schlendern, auf den sich sonst kaum ein Tourist verirren würde und mit Poo kochen. Richtig gehört – Poo. In den Slams dieser Stadt geboren, aufgewachsen und nicht nur für uns Ausländer der Inbegriff von thailändischer Küche, so dass einfach kein Weg, um sie herum führte.

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Pünktlich um 8:30 am Treffpunkt wurden wir mit einem Bus abgeholt, der uns dann zum größten Markt Bangkoks fahren sollte. Dieser ist so beeindruckend und dort gibt es einfach alles. Und wenn ich sage alles, dann meine ich auch alles.

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Dann fährt man zum größten Slum Bangkoks, wo sich die kleine, total gut organisierte Kochschule befindet.In ihrer Schule in dem kleinen Häuschen mitten in Klong Toey lehrte man uns also drei weltweit berühmte Essens-Klassiker, wie der scharfe Papaya-Salat. In der Kochschule mit der bunt zusammengewürfelten Einrichtung ist es heiß. Die Decke der Hütte ist niedrig, eine Klimaanlage gibt es nicht. Lediglich ein paar Ventilatoren rühren langsam die stickige Luft um, ohne wirklich für Abkühlung zu sorgen. Der Kochkurs erklärt einem einerseits, wie man die beliebtesten thailändischen Rezepte zubereitet, ohne großen Aufwand, andererseits hat man dadurch auch die Möglichkeit, ein Slum zu besichtigen und die Bewohner kennenzulernen. Das ist ein weiterer sehr wichtiger Aspekt des Landes und sollte, so schön poliert die ganzen Touristenstädte und Gegenden auch sein mögen, nicht ausgeblendet werden.

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Es war eine wundervolle Erfahrung für die ich überaus dankbar bin und die ich niemals mehr missen möchte. So befremdlich es auch war, so wunderschön und ehrlich war es auch.

Verlosung:

Yummy Books, Suhrkamp verlag

Wir verlosen unter allen Kommentaren insgesamt drei „Yummy Books“ vom Suhrkamp Verlag. Schreibt uns einfach unter diesem Beitrag, welches Buch euch bereits zum kochen inspiriert hat. Der Gewinner wird in der nächsten Woche per Email benachrichtigt.

Bookshot gefällig? Hier geht’s zum Video.

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Hi ich bin Teresa. Studierte Medienmanagerin und leidenschaftliche Redakteurin. Meine Modeaffinität hat mich aber auch zwischenzeitlich mal die Branche wechseln lassen und so war ich zuletzt als Shopmanagerin bei Inditex tätig. Aktuell lebe ich aber ganz nach dem Motto: „Mein Alltag ist ihre Kindheit“. Ich versuche jeden Tag zu einem kleinen Abenteuer für uns zu machen. Mit einem tollen Mann an meiner Seite, einer wundervollen Tochter, die im Mai 2017 zur großen Schwester upgegradet wird, gestalten wir unseren Alltag so bunt wie möglich. So reisen wir gerne, ob durch Asien oder Europa. Und versuchen einfach immer wieder unseren persönlichen Interessen treu zu bleiben und sie gemeinsam auch zukünftig mit unseren Kindern zu vereinbaren. Kinder machen unser Leben nämlich nur noch lebenswerter: wir müssen es nur zulassen.