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Mami-Talk // Sommerurlaub 2017

Evelyn und ihre Tochter auf Mallorca

Die Sonne strahlt und der Sommer zeigt sich von seiner schönsten Seite. Und für viele Familien bedeutet das: Urlaubszeit gleich Reisezeit. Und so verbringen wir Deutschen unseren Sommerurlaub am liebsten am Meer. Ist ja auch klar: Wasserspaß für die ganze Familie. Sandstrände zum Burgen bauen oder einfach nur relaxen. Aber muss es immer der klassische Urlaub am Meer sein? Sommer 2017 – Habt ihr schon gebucht?

Falls nicht, dann lasst euch von unserem aktuellen Mami-Talk inspirieren und schaut einmal, wohin es unsere vier Gastautorinnen diesen Sommer verschlägt:

Evelyn: Mallorca aus der Sicht einer Mallorquinerin

Mallorca: die Lieblingsinsel der Deutschen. Und das zurecht. Denn Mallorca  kann alles. Strand und Meer, aber auch Berge und Täler. Mallorca ist für jeden was. Und besonders für einen Familienurlaub ist es das perfekte Reiseziel. Mich hat diese Insel bereits vor 10 Jahren verzaubert. Als ich als Au Pair ein paar Monate auf der Insel verbrachte, weit weg von den Tourismushochburgen in der Nähe der Einheimischen, zog sie mich in ihren Bann und ich konnte nicht anders, als mich in dieses Fleckchen Erde und seine Mensche zu verlieben. Heute als Mama geniesse ich die Natur dieser traumhaften Insel nur noch mehr. Nur knapp 2,5 Stunden Flugzeit trennen Deutschland von der mallorquinischen Sonne dieser vielfältigen Insel und Ihrer farbenfrohen Natur. Wunderschöne, lange, weiße Sandstrände, kleine türkisfarbene Buchten und ein Hinterland mit einem unglaublichem Angebot an Freizeit – und Naturparks, Sportangebote ohne Ende und traumhaften Ruheoasen. Ob Einsamkeit und Natur oder Trubel und Action – egal was man sucht, man findet es auf Mallorca, wenn man weiß wo man suchen muss. Es gibt zahlreiche traumhafte und vor allem kinderfreundliche Hotels auf Mallorca. Vor allem der Nordosten ist perfekt für einen Urlaub mit Kindern, da die Strände in der Umgebung wunderschöne Sandstrände mit sehr flach abfallendem Wasser sind. Super zum Plantschen für Groß und Klein. Der 11 Kilometer lange Strand von Alcúdia zieht sich über Playa de Muro bis hin zu Can Picafort. Egal, ob man eine ruhigere Ecke unter den Pinien sucht oder ein Plätzchen in der Nähe von kleinen Bars und Restaurants, um sich auch Mal eine kleine Erfrischung zu besorgen. Diese Ecke ist wirklich perfekt für den Familienurlaub und jeder wird dort auf seine Kosten kommen. Aber auch sehr empfehlenswert ist ein Finca Urlaub und auf jeden Fall einen Mietwagen. Dank des gut ausgebauten Straßennetzes kann man sehr leicht und in kurzer Zeit traumhaft schöne Orte entdecken. Weit weg vom Massentourismus. Eine Finca oder ein Apartment auf Mallorca findet man mittlerweile auf zahlreichen Online Portalen. Und für mich ist es eine super Lösung. Man hat flexible Zeiten, mehr Freiraum und Privatsphäre, aber auch eine Küche, um die einheimischen Spezialitäten zu genießen. Diese kann man übrigens auf den zahlreichen Wochenmärkten kaufen. Denn ja, Märkte gibt es viele. Für einen Ausflug mit Kindern ist vor allem der riesige Wochenmarkt in Sineu zu empfehlen. Im Herzen von Mallorca findet jeden Mittwoch das riesige Spektakel mit Streichelzoo-Faktor in der Altstadt Sineus statt. Trotz tausender Touristen, ist der Markt in Sineu noch ein richtig traditioneller Bauernmarkt, wie man sie nur noch selten findet. Es kann sehr voll werden, aber es ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Von Hühnern, über Kaninchen bis zu Ziegen und Eseln. Es wird sogar Ponyreiten angeboten, sodass die Kleinen so Einiges bestaunen können. Dies ist nur ein winziger Auszug aus dem zahlreichen Angebot, das Mallorca zu bieten hat. Diese wunderschöne Insel besticht durch ihren Charme und ist viel mehr als nur ein Badeurlaub. Ob kleine Kieselbuchten, weiße Sandstrände, traumhafte Berglandschaften mit spektakulären Aussichten, weite Oliven – und Orangenfelder – Mallorca ist insbesondere außerhalb der Hochsaison eine Reise wert.

Für mehr Mallorca Tipps findet ihr mich unter joyfullyeve auf Instagram. Gerne könnt ihr mir auch eine Nachricht schicken. Vielleicht sehen wir uns ja an einem der traumhaften Strände.

Diana: Ab in die Berge

Hach, was ist es eine schöne Vorstellung mit meinem Mann und meiner Tochter einen Urlaub zu buchen und sich auf die Traumblase der vollkommenen Dreisamkeit zu freuen. Einfach zu Dritt am Strand spazieren, exotische Früchte naschen, im kühlen Nass erfrischen und dem quiekenden, hochzufriedenen Lachen meiner Tochter unter Palmen lauschen. Aber da war sie auch schon geplatzt – die Traumvorstellung eines Familienurlaubes. Puff. Weg. Da mein Mann erst recht frisch in sein Business eingestiegen ist und das Familienunternehmen erst seit zwei Jahren leitet, können wir leider noch nicht so ganz frei unsere Urlaube planen, wie wir es gern hätten. Vor kurzem war er knapp drei Wochen in Asien auf Geschäftsreise. Leider kann er nicht direkt zwei Monate später wieder für drei Wochen verschwinden. Also ich finde schon, dass wir das könnten, aber er sieht es aus Sicht eines Vorgesetzten anders. Das verstehe ich auch. Irgendwie. Aber sollte ich deswegen trotzdem auf einen Urlaub verzichten? Letzten Sommer war ich bereits mit Lia und Freunden eine Woche auf Sardinien und wir hatten eine tolle Woche auf dieser wunderschönen Insel. Im Nachhinein war es für mich aber sehr anstrengend. Mit Kind und Gepäck alleine fliegen, zu jeder Minute die Bezugsperson für meinen kleinen Menschen sein. Jedes Essen alleine geben, jeden Schlaf alleine begleiten, jedes einzelne Weinen alleine trösten, jede kurze Nacht alleine bewältigen ohne auch nur eine kurze Zeit der Erholung für mich. Auch mal allein. Ich hatte eine wundervolle und intensive Zeit mit meinem Mädchen und ich möchte die Erfahrung keine Sekunde missen. Und trotzdem kann ich nicht leugnen, dass es Mut, Geduld und auch viele Nerven erfordert alleine mit Baby zu verreisen. Diesen Sommer möchte ich nichts desto trotz gern eine kleine Reise machen. Einfach mal raus kommen, eine andere Luft schnuppern und eine neue Umgebung mit Lia erkunden. Diesmal werden wir nicht fliegen und auch nicht mit Freunden verreisen. Diesen Sommer werde ich mit meiner Schwester und ihren beiden Töchtern – meinen Patenkindern – mit dem Auto in die Berge fahren. Wir werden den Bergsee unsicher machen, wandern gehen, Sommerrodelbahn fahren und spielen spielen spielen. Das Programm wird ganz im Sinne unserer Töchter sein und jedes der Mädchen hat ein bis zwei Spielkameradinnen oder seine Mama bzw. Patentante als Bezugsperson. Es ist ein Familienurlaub. Nicht mit meinem Mann. Und nicht einfach mal Dritt. Aber mit meiner großen Schwester, meiner Heldin der Kindheit und der Gegenwart und ihren zauberhaften Mädchen, die Lia so sehr liebt. Es wird ganz bestimmt auch mal anstrengend und intensiv, aber vorallem wird es wunderschön werden. Und mit meinem Mann und Lia werde ich Ende September dann nach Portugal reisen, worauf ich mich auch schon sehr freue. Und die Zeit bis dahin verkürzen wir uns einfach mit unseren Lieblingsfrauen. Es gibt ganz eindeutig viel Schlimmeres.

Corinna: Mit dem Auto nach Italien

Unser Sohn ist diesen Sommer etwas älter als ein Jahr und es ist unser erster richtiger, gemeinsamer Familienurlaub. Nicht, dass wir nicht schon in seinem ersten Lebensjahr einmal weggefahren wären, aber das waren meist Tagesausflüge in die nähere Umgebung oder die weiten Fahrten zu den Großeltern, die leider nicht in der Nähe wohnen, sondern hunderte Kilometer entfernt an der Ostsee und in der Lüneburger Heide. Von diesen langen Fahrten zu Oma und Opa haben wir aber schon gelernt, dass es am besten ist, wenn wir ganz früh aufstehen und am allerbesten, wenn wir fünf Uhr morgens startklar im Auto sitzen. Denn so verschläft der Kleine die vier bis sechs Stunden Fahrtzeit meistens, es ändert sich nicht viel am restlichen Tagesablauf, wenn wir angekommen sind und somit sind wir auch alle entspannter und haben noch etwas vom Tag. Für unseren ersten gemeinsamen Urlaub machen wir es nun genauso, denn es geht in die Dolomiten in Italien – aus dem Rheinland bei Bonn sind das immerhin auch über 800 km Autofahrt! Wir haben uns neben dem frühen Aufstehen aber zusätzlich noch für einen Zwischenstopp in Schwangau bei Füssen entschieden, um die ganze Strecke nicht komplett an einem Stück zu fahren und weil es landschaftlich so schön dort ist und weil Neuschwanenstein ein must see ist, wenn man schon daran vorbeikommt! Unsere kleine ausgesuchte Pension liegt denn auch mit direktem Blick vom Balkon auf dieses wunderschöne, berühmte Schloss ganz in der Nähe! Ein kleiner Traum für den Start in den Urlaub! Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es dann durch die Alpen bis nach Corvara in die Dolomiten – UNESCO Weltkulturerbe!
Aber warum dorthin? Nun, als Paar waren wir schon zwei Mal dort gewesen, da mein Mann schon zwei Mal das Glück hatte, für die Teilnahme am Maratona dles Dolomites (Radmarathon) gelost zu werden – und ihm das Glück auch dieses Jahr wieder Hold war! Wir kennen diese Gegend also schon, es ist wunderschön dort, das Sportevent ein ganz besonderes Erlebnis nicht nur für die Radfahrer und die Unterkunft liegt auf einem Hügel mit einem romantischen Blick auf das Städtchen und den Sassangher. Es ist also schon ein ganz kleines Bisschen wie nach Hause fahren und darum gibt es uns letztendlich auch ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit, von dem wir glauben, dass dann auch unser kleiner Schatz viele wunderschöne neue Eindrücke seines ersten Urlaubes mit Papa und Mama mitnehmen kann – und vielleicht auch seine ersten Schritte allein machen.

Jutta: Auf nach Lanzarote

Dieses Jahr werden wir wieder nach Lanzarote fliegen, genau wie vor 2 Jahren. Gemäßigtes Klima, Mittelstreckenflug, unser Sohn hat das vor 2 Jahren, da war er knapp 2, schon gut mitgemacht, die Reise war sehr entspannt. Wir haben uns für das allsun-Hotel Albatros in Costa Teguise entschieden. Dort waren wir vor 2 Jahren auch schon und es hat uns sehr gut gefallen Costa Teguise ist nicht weit weg vom Flughafen, nach einer Viertelstunde im Bus ist man da. Wir werden wieder ein Apartment bewohnen, mit separatem Schlafzimmer. Absolut zu empfehlen! So kann man noch in Ruhe auf der Terrasse sitzen, während das Kind im Schlafzimmer schon schläft und es wird nicht gestört. Der Weg zum Strand ist nicht weit,  es gibt u.a. eine schöne Bucht, durch eine Mole abgetrennt vom offenen Meer mit flachem Wasser, also ideal für Kinder. Die Pools in der Anlage(es gibt dort 2 große Pools, so tummeln sich nicht alle Gäste an einem Pool) sind schön groß und natürlich gibt es einen Kinderpool. Große Handtücher für die Nutzung am Pool kann man zu Hause lassen, im Hotel gibt es welche. Die Anlage ist weitläufig und voll mit wunderschönen Pflanzen und Blumen. Das Sportangebot ist reichlich, jeder findet was für sich. Natürlich gibt es auch einen Kids Club, den wir dieses Jahr das erste Mal in Anspruch nehmen wollen, Y ist jetzt alt genug und liebt ja die Gesellschaft von anderen Kindern. Das Essen im Hotel(wir haben wieder all inclusive gebucht) ist gut und reichlich, es gibt für jeden was und alles ist lecker. Es gibt auch einen speziellen Buffet-Bereich für Kinder. In Costa Teguise selbst ist nicht so viel los, aber „tote Hose“ ist auch nicht. Es gibt einige nette Läden, Mittwochs und Freitags ist Markt und es gibt im Ort und an der Strand-Promenade einige Spielplätze (alle mit diesem, in Spaniern üblichen, weichen Gummiboden). Ein Supermarkt ist direkt gegenüber. Für Eltern mit Babys/Kleinkindern wichtig zu wissen: Windeln/Feuchttücher ect muß man nicht von zu Hause mitnehmen, es gibt alles vor Ort, wenn auch etwas teurer. Und auch wenn man natürlich hofft, dass man ihn nicht braucht: Einen deutschsprachigen Arzt gibt es im Ort auch….

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