Dieser Moment, wenn dein Kind mit einem Buch auf dich zu kommt, sich in deinen Schoß kuschelt und dann deinen Worten lauscht. Oh ja, es gibt kaum etwas Schöneres und Gemütlicheres im Zusammenleben mit dem Nachwuchs. Man spürt die Wärme des anderen, den Herzschlag und den Atem, der immer wieder unterbrochen wird durch Ausrufe von bekannten Wörtern. Denn Bücher werden gern mal so häufig gelesen, bis sie uns Eltern buchstäblich zu den Ohren heraushängen. Aber nicht nur das Lesen, auch Bilder anschauen und Tiere, Orte, Handlungen erklären gehört dazu und so die Geschichten gemeinsam immer wieder neu entdecken. Und da man nie genug spannende Bücher sein Eigen nennen kann, haben wir für unseren aktuellen Mami-Talk nach den aktuellen Lieblingen von Mama- und Papabloggern gefragt:

Bianca

Lenis Lieblingsbuch?! Gar nicht so leicht zu beantworten. Wir haben eine riesige Sammlung an Büchern und lesen auch wirklich viel. Wenn es nach Leni (1,5) gehen würde, dann säßen wir wohl den ganzen Tag lesend auf dem Boden. Zurück zur Frage: Ihr aktueller Liebling ist „Zieh mich raus, hier kommt die Maus“ von Ravensburger. Leni hat sich sofort in dieses zuckersüße Buch verliebt. Auf jeder Seite gibt es eine neue Überraschung. Die, wie sie sagt „Mau“, hat es ihr besonders angetan. Kann man recht gut am beschädigtem Einband sehen J. Auf jeder Seite wird man mit Reimen dazu animiert das Lösungswort/Geräusch zu erraten. Das Funktioniert wirklich wahninnig gut. Leni hat es mittlerweile sehr gut raus und kann es gar nicht erwarten das Schiebeelement rauszuziehen um zu sehen, ob sie richtig gelegen hat. Die einzelnen Schiebeelemente lassen sich gut rausziehen und sind recht stabil(auch wenn der Einband schon ziemlich gelitten hat Leni ist halt sehr stark ;)). Die Bilder sind schön bunt und es gibt oft noch andere kleine Details zu entdecken. An diesem Buch werden wir sicher noch lange Freude haben.

Dauerrenner seit einem Jahr sind übrigens die „Hör mal rein, wer kann das sein“ Bücher von arsEdition. Davon haben wir fast alle und sie sind noch täglich in Gebrauch. Fühlen und hören ist einfach eine ganz tolle Kombination und regt zum nachahmen auf. Auch hier gibt es von uns eine absolute Kaufempfehlung.

Ich hoffe wir konnten euch inspirieren. Eure Konfetti und Leni.

Hier findet ihr Biancas Blog Milfcafe, den sie mit drei anderen Mamis betreibt.

Melli

Wir haben schon jetzt viele verschiedene Bücher für Louis. Eine zeitlang waren ausschließlich welche mit Geräuschen angesagt, fürs Vorlesen hatte er da noch keine Geduld. Aktuell stehen gerade Wimmelbücher hoch im Kurs, da kann ich als Mama erklären und erklären und erklären. Mein kleiner Schatz sieht da Dinge, da müssen wir Erwachsenen oft zwei mal hinschauen. Und er behält so viel von dem Erklärten und Gesagtem. Das muss ich doch immer wieder feststellen! Wenn wir uns ein Buch erneut anschauen wollen, erzählt er mir alles, was er noch weiß, noch bevor ich Luft holen kann. Ein Buch hat es ihm ganz besonders angetan. Dabei war ich am Anfang sogar „dagegen“, denn es wird erst ab 3 Jahren empfohlen und mein Sohn ist schließlich noch nicht mal zwei. Aber er liebt es und hat seitdem eine niedliche Angewohnheit. Er brüllt wie eine Löwe! Immer, wenn man zu ihm sagt: “ Wie macht die Maus, die wie ein Löwe sein will?!“ antwortet er: „Rooooaaar!“ Genau darum geht’s in „Der Löwe in dir“ vom Magellan Verlag. Eine kleine Maus hat es satt, immer nur klein zu sein und von allen übersehen und geschubst zu werden. Sie fasst all ihren Mut zusammen, um sich zu ändern und möchte lernen, wie der von allen gefürchtete Löwe brüllt. Und am Ende kommt natürlich alles ganz anders… 😉  Eine ganz niedliche Message, die sich hervorragend für die Kleinsten unter uns eignet. Für mich ist aber nicht nur die gereimte Geschichte toll, auch die Illustrationen sind wirklich wunderschön. Ich denke, die Altersempfehlung könnte auch mit den dünnen Seiten zusammenhängen, da in dem Alter ja noch Pappe empfohlen wird. Zusätzlich erwähnen möchte ich noch, dass das Buch aus ökologisch kontrolliertem Papier besteht und die leuchtenden Bilder mit Farben auf Pflanzenölbasis gedruckt sind.

Frauke 

Jonte liebt Bilderbücher und seit neustem auch Geschichten. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, mit welcher Ausdauer er zuhören und anschauen kann. Und es freut mich unheimlich, denn ich bin ehrlich, nicht nur mein Sohn in ein Fan von Zwergengeschichten, Bagger-Büchern und Co., sondern auch ich. Und so komme ich an fast keinem Bücherstand in der Stadt vorbei, ohne zuzuschlagen. Dementsprechend voll ist unser Bücherschrank auch – aber Bücher kann man nie genug haben, finde ich zumindest. Aber nun zu J.Boys Lieblingsbuch, wonach mit den Mädels von Mamarazzi gefragt haben. „Das“ eine Buch gibt es gar nicht, sondern immer so ca. vier bis fünf, welche eine Zeit lang besonders beliebt sind. Und so stehen derzeit beispielsweise die Bücher von Pippa & Pelle (wieder) hoch in Kurs. Pippa und Pelle sind zwei Wichtel, welche einiges erleben. Die kurzen Texte sind in Reimen verfasst, einfach niedlich und sehr kleinkindgerecht. Hübsch finde ich auch die passenden Bilder, welche zwar bunt, aber dennoch nicht zu chaotisch sind. Wir haben bisher vier Bilderbücher der Pippa & Pelle Reihe, wobei „Pippa & Pelle auf Reisen“ Bubis all time Favorit ist. Falls euch interessiert, welche Bücher derzeit außerdem noch in der Top 10 stehen, dann schaut gerne auf meinem Blog ekulele.de vorbei. Dort wird es schon ganz bald einen Artikel dazu geben.

Zu Fraukes Blog geht’s hier entlang!

Matthias

Bücher. Bücher haben für uns – nicht erst, aber umso mehr, seitdem unsere Kinder auf der Welt sind – eine sehr große Bedeutung im Alltag.
Beispielsweise haben wir es mit der Unterstützung von Büchern binnen kurzer Zeit geschafft, dass unser Erstgeborener sein kleines Brüderchen endlich akzeptieren und sogar bald so richtig lieb haben konnte.
Manchmal muss man eben auch erkennen, wann man seine Grenzen erreicht hat. Und Hilfe suchen. Dinge probieren. Die wenigsten von uns sind doch so „erfahrene“ Eltern, dass sie bereits jede Lebenslage erlebt haben und die Antworten dementsprechend kennen. Ich wage sogar zu behaupten, dass dieser Vorgang niemals abgeschlossen sein wird. Weil nicht jedes Kind gleich ist. Weil nicht jede Lebenslage gleich ist.
Erst vor Kurzem hatten wir den Fall, dass unser „Großer“ beim abendlichen zu Bett gehen sagte: „Wenn man vergraben ist, dann sieht man doch die schöne Welt gar nicht mehr“. Und zack, haben wir seitdem die nächste Lebenslage, die die Entwicklung unseres Nachwuchses so mitbringt und die es nun zu bewältigen gilt. Die unvermeidliche Auseinandersetzung mit der (eigenen) Vergänglichkeit. Auf meinen diesbezüglichen Beitrag auf Instagram bekam ich so unfassbar viele Nachrichten. In den meisten befanden sich Buchtipps. Ein weiteres deutliches Zeichen dafür, dass wir mit unserer Einstellung zu Büchern und ihrem Wert bei der Bewältigung von den ganz großen und auch kleineren Problemen des Lebens nicht allein sind. Die vorgeschlagenen Bücher tragen Titel wie „Und was kommt dann?“, „Opas Reise zu den Sternen“, „Auf Wiedersehen, kleiner Vogel“, „Ente, Tod und Tulpe“, „Die schönsten Beerdigungen der Welt“ und so viele weitere …

Ein paar davon werden wir bald im Hause haben und dann werden wir dieses Thema, was einfach so völlig überraschend über uns hereinbrach, hoffentlich umso umfassender kindgerecht vermitteln können. Mit Ansätzen, die wir bis dahin vielleicht noch nicht kannten. Im besten Falle so, dass am Ende steht, dass der Tod nunmal zum Leben dazu gehört. Und, dass man keine Angst haben muss. Sondern besser die Zeit genießen sollte und kann, die einem selbst und mit seinen Liebsten vergönnt ist.

Aktuell – wen wundert es – stehen jedoch Weihnachtsbücher ganz hoch im Kurs. Und zwar für die Kleinen UND die Großen. Und da es hier um die Kleinen gehen soll, möchte ich euch unsere thematischen Lieblinge wärmstens ans Herz legen:
„Ralf Rüdiger – Ein Rentier auf der Suche nach Weihnachten“ – Ein Traum von Buch.
-Drei bei ihrer vorweihnachtlichen Arbeit stääändig verschollene Wichtel muss man im „Wichtelwimmelbuch“ suchen.
-In „Wohin saust die kleine Weihnachtsmaus?“ hat der Weihnachtsmann ein Geschenk verloren und die Weihnachtsmaus sucht ihn überall. Die Geschichte wird in kurzen Reimen erzählt. Mit einem Spielchip schlängelt man sich durch das Buch. Wirklich nett gemacht.

-Und mit „Im Weihnachtshaus“ habt ihr ein tolles Adventskalenderbuch, in welchem sich in den Wohnungen der Hausbewohner 24 Türchen finden und öffnen lassen.

Manchmal ist ein gutes Buch alles, was man braucht, um dem Alltag zu entfliehen. Und manchmal kann ein Buch eben auch dazu beitragen, eben diesen Alltag umso besser aktiv zu bewältigen.

Viel Spaß beim Lesen!
Hallo, ich bin Melli, an meiner Seite sind der kleine Louis und mein Mann Björn. Bevor ich Mama wurde, habe ich Modejournalismus studiert und arbeitete anschließend in einer Promi-Redaktion. Gab es zu der Zeit für mich nichts Spannenderes als: „Welches Kleid trägt XY zu den Oscars“ und „Hat Promi ZZ tatsächlich eine Affäre“, interessiere ich mich heute brennend dafür, wann unser kleiner Mann seine ersten Schritte macht und ob Pampers Baby Dry Night wirklich länger trocken halten?! Louis ist eindeutig der Star in unserem Haushalt und wie es sich für eine richtige Diva gehört, hat er sich Zeit gelassen, in unser Leben zu treten. Erst, als ich schon daran zweifelte, dass bei uns alles auf natürlichem Wege laufen würde, passierte „es“ in einer feucht-fröhlichen Nacht. Und so begann die aufregendste Reise meines Lebens… Jetzt ist der kleine Keks schon ein Kleinkind und hat unser Leben bereits ordentlich auf den Kopf gestellt.