1 In Motherhood

Mami-Talk: Beikost


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Ganz egal, um welches Thema es in Bezug auf unsere Kleinen geht, am Ende fast jeder Unterhaltung sagt jemand: „Jedes Kind ist anders!“. Und genau darum, dreht sich unsere neue Kategorie „Mami-Talk“. Wir wollen hier keine Erziehungstipps oder Ratgebermeinungen wiederkäuen, denn die könnt ihr alle ganz leicht im Internet finden. Der „Mami-Talk“ ist eher wie eine nette Runde im Eltern-Café oder im Biergarten – wir vier erzählen einfach von unseren individuellen Erfahrungen zu einem bestimmten Thema und ihr anderen Mamis könnt euch entspannt zurücklehnen und beim Lesen lächelnd denken: „Jedes Kind ist anders!“ 😉  Los geht’s mit Beikost:

Vanessa mit Lia (14 Monate): Wir haben mit 5 Monaten mit Möhrenbrei begonnen. Ich habe selbst gekocht. Es lief gut, Lia hatte Spaß beim Essen. Pastinake kam auch sehr gut an. Ca. 2 Wochen später war es dann allerdings erstmal vorbei mit der Breiliebe, denn Lia wollte plötzlich gar nicht mehr essen,  nur noch Milch, Obst & Gemüse als Sticks, also in Anlehnung an „Baby led Weaning“. Trotzdem habe ich täglich weiter gekocht, alles mögliche ausprobiert auch Gläschen. Mir war klar sie muss den Brei nicht essen sie holt sich das was sie braucht. Mit 8 Monaten wurde dann wieder etwas Brei gegessen, sie bevorzugte da eher die süße Variante z.B. Mango-Amaranth mit Kokosmilch. Lieber waren ihr allerdings immer die Nahrungsmittel zum anfassen, die auch bei uns Eltern im Mund landen. Lia ist nun 14 Monate und weiterhin nicht die beste Esserin. Das ist aber vollkommen ok, denn sie nagt nicht am Hungertuch und entwickelt sich prächtig. Sie weiß genau was sie möchte und was nicht, also kann sie auch selbst entscheiden. Sie frühstückt morgens nun ganz normal mit momentan Leberwurstbrot, über den Tag verteilt kleine Mahlzeiten. Abends isst sie auch das was wir essen und bekommt ihre Milch bevor sie schlafen geht. Mich haben die Vorgaben für die Anfangsernährung irritiert. So sollte  mit Brei angefangen werden um Milchmahlzeiten zu ersetzen etc. Für mich alles Quark! Mein Fazit:. Alles an Lebensmitteln anbieten, natürlich altersentsprechend, dann wird sich zeigen ob die Vorlieben bei der Milch, Sticks, Brei o.ä. liegen.

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Melli mit Louis (8 Monate): Ich erinnere  mich noch ganz genau, wie ich, gespannt wie ein Flitzebogen, vor Louis saß, mit einem Gläschen „Weiße Karotte“ in der Hand, das Handy an ein Buch gelehnt, so dass es diesen epischen Moment filmt, vorsichtig berührte ich seine Lippen mit dem ganz neuen Geschmackserlebnis und es passierte… nichts! Na ja, ein bisschen hat er den Mund verzogen, den Brei mit der Zunge wieder vorgeschoben und nach circa drei Löffeln war Schluss. Und ich blieb enttäuscht zurück. Ich hatte mir nämlich im Kopf schon hundert Mal ausgemalt, wie sehr Louis sich freuen würde, nach ganzen fünf Monaten endlich etwas anderes als Milch zu kosten. So ging es erst mal ein paar Tage, ich denke sogar zwei Wochen weiter, bis eine Freundin mit einem Gläschen Birne vorbeischaute und siehe da: dieses Kind wusste ja doch, wie man den Mund öffnet! Mit dem süßen Gläschen, war der Knoten dann geplatzt! Glücklicherweise, nahm Louis am nächsten Tag wieder anstandslos das herzhafte zum Mittag. Irgendwann um diese Zeit herum, habe ich auch eine ganze Möhre weichgekocht und ihm diese als Fingerfood gegeben. An dieser einen Möhre, hat er sich dann drei Mal so heftig verschluckt, dass ich es mit der Angst zu tun bekommen habe. Eine Hebamme gab mir den Tipp zu warten, bis er selbstständig sitzen kann, weil dann die Speiseröhre auch ganz aufgerichtet ist. Bis dahin habe ich den Fruchtsauger gekauft – Louis ist damit mindestens eine halbe Stunde beschäftigt. Seit ein paar Tagen sitzt er nun statt in der Wippe, im Hochstuhl, dazu gab es natürlich auch das erste Mal ein Stück Bröchten – ohne verschlucken. Mittlerweile verputzt er mittags ein ganzes Glas (bislang mochte er nur Spinat nicht), abends einen Grieß-, Dinkel- oder Vollkornbrei und nachmittags ein halbes Glas Frucht. Milch möchte er nur noch morgens und abends, wenn er doch mal zwischendurch danach verlangt, bekommt er sie natürlich. Ach so, ihr merkt schon, ich bin Team Gläschen! Mir wurde direkt von Mamis mit älteren Kindern dazu geraten, mir bloß nicht den Stress mit dem selbst kochen zu machen, da die Mahlzeiten aus dem Glas super unkompliziert, abwechslungsreich und streng kontrolliert sind. Natürlich habe ich auch mal selbst gekocht, kam aber nicht so super an, da es, trotz Pürierstab, recht stückig war. Jetzt im Hochstuhl, werde ich ihn nach und nach an unser Essen ranführen – so ist zumindest der Plan!

Mona mit Kian (10 Monate): Ich habe bis zum 6. Monat voll gestillt. Kian zeigte vorher überhaupt kein Interesse an irgendwas anderem! Doch als ich dann morgens beim Frühstück mein Brot oder Müsli geklaut bekommen habe, merkte ich jetzt ist es Zeit für Beikost! Wir starteten mit einem ganz klassischen „Weiße Karotte“- Gläschen. Ich habe mir vorgenommen selbst zu kochen, aber zum Testen haben wir erstmal mit Gläschen angefangen. Kian hat es von Anfang an geschmeckt. Er hat sogar mehr als zwei Löffel gegessen, schon nach wenigen Tagen verputzte er ein ganzes Glas 😄! Die selbst gekochte Kost liebt er ebenso, wie die fertige Mahlzeit. Also, ganz egal, ob selbst gemacht oder Gläschen, ich hatte das Gefühl er ist ein Allesesser! Doch es gibt immer Tage an dem er einfach keine Lust auf seinen Brei hat und ihn sogar verweigert zu essen. Keine Ahnung woran das liegt! Ich gebe ihm dann alternativ eine Flasche Milch oder Obst/Gemüse – Sticks. Damit ist er dann glücklich!

Wir sind mittlerweile bei 3 vollen Mahlzeiten und ich koche immer noch gerne selbst, von Morgenbrei bis zum Abendessen, ist alles ganz einfach zubereitet. Wenn wir unterwegs sind gibt es ein Gläschen oder auch mal wenn ich keine Lust habe zu kochen. Kian bekommt zwischendurch ganz gerne mal Obst in die Hand gedrückt, auch wenn er danach aussieht wie ein Ferkel 😄 . Zum Einschlafen gibt es Milch. Ich habe angefangen abzustillen, Kian gewöhnt sich grade an die „Gute-Nacht-Flasche“, anstatt die Brust! Ich bin gespannt wie es läuft und hoffe, dass ich ihn in schweren Zeiten mit der Flasche beruhigt bekomme!

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Teresa mit Paulina (11 Monate): Paulina ist mit einem großen Appetit gesegnet. Deswegen haben wir auch schon vor dem fünften Monat mit der Beikost angefangen. Und auch hier hat sie statt der üblichen zwei „wir tasten uns langsam ran“ Probier-Löffel direkt das ganze Gläschen Möhre verputzt. Richtig gelesen. Gläschen. Auch ich habe mich vor dem Start der Beikosteinführung verrückt gemacht. Ob ich den Brei selber zubereite, war natürlich auch ganz großes Thema. Anfangs hab ich das auch gemacht, bis ich begriffen habe, wie es bei uns funktioniert. Schnell bin ich dann auf Gläschen zum Mittag umgestiegen. Sie sollten Paulina keinen kulinarischen Hochgenuss verschaffen, sie waren gesund und biologisch, und haben ihren Zweck erfüllt. Paulina lernte mit uns am Tisch zu essen. Es gab zwischen durch auch immer Fingerfood. Bis sie diese so gut kauen konnte, dass wir die Gläschen komplett weglassen konnten. Jetzt bekommt sie zwischendurch ihre Getreide- Obst Mahlzeiten und abends meist Hafer mit Milch, aber ansonsten isst sie nun alles mit, was wir selber auf dem Teller haben. Und das ist doch der Zweck der Beikosteinführung oder nicht? Das Heranführen an den Familien-Esstisch. Mein Tipp: auch hier auf sein Bauchgefühl UND sein Kind hören.

Von Mona gibt es noch ein leckeres Brei-Rezept!

Eins unserer Lieblingsrezepte ist Gurken-Birnen-Brei mit Putenbrust:

Zutaten für eine Portion:
70 g Salatgurke
60 g Kartoffeln
25 g Putenbrustfilet
50 ml Pfefferminztee (vorgekocht) wahlweise auch mit Wasser
40 g Birne oder Apfel
8 ml Maiskeimöl/ Rapsöl

Zutaten für fünf Portionen:
350 g Salatgurke
300 g Kartoffeln
125 g Putenbrustfilet
200 ml Wasser
1 Beutel Pfefferminztee
180 g Birne oder Apfel
40 ml Maiskeimöl/Rapsöl

Zubereitung:
1. Gurke waschen, putzen, mit Sparschäler schälen und in kleine Stücke schneiden.
2. Kartoffeln waschen und gut schälen, ganz besonders darauf achten, dass alle Augen und dunkle Stellen entfernt werden. In kleine Stücke schneiden.
3. Putenbrustfilet unter fließend kaltem Wasser abwaschen und mit einem Küchentuch sorgfältig trocken tupfen. Das Filet zunächst in Streifen und dann in kleine Stücke schneiden.
4. Das Wasser in einem Topf aufkochen und den Teebeutel hinein hängen. Den Beutel nach 2-3 Minuten herausnehmen.
5. Gemüse und Filet in dem Tee bei schwacher Hitze gedeckt ca. 15 Minuten kochen lassen.
6. in der Zwischenzeit die Körner waschen, schälen, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden. Die Stücke ebenfalls in den Topf geben.
7. Maiskeimöl dem Brei hinzufügen und alles fein pürieren.
8. Den abgekühlten Brei portionsweise einfrieren.

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1 Comment

  • Reply
    Heidi
    13. September 2016 at 20:31

    Super toll… 😊

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