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Mami-Talk // Abendroutine mit Kind

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Es klingt so einfach und simpel und doch wird oft viel ausprobiert, bis die tatsächliche Abendroutine für die Kleinen vollendet ist und ein guter Schlaf statt finden kann. Der spannenden Frage wollten wir nachgehen: Gibt es also ein Geheimrezept für die Abendrituale und somit auch für den bevorstehenden Schlaf? Dazu haben wir 3 Mamis und einen Papa für unsere Talkrunde befragt.

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Maria mit Roman ( 5 Monate )

Vor 5 Monaten kam unser Engel Roman zur Welt, völlig unerwartet und 3,5 Wochen früher. Er stieß auf eine Mami, die ihr Leben vorher bis ins kleinste Detail plante und die der Meinung war, es würde auch danach genauso weitergehen, es sei nur eine reine Einstellungssache. Wie niedlich von ihr! Wie naiv und niedlich von ihr! Wenn ich von „ihr“ rede, meine ich natürlich mich, wobei mein kleiner Schatz ja schon mit seiner Geburt bereits ein dickes Zeichen gesetzt hat und ab dem Zeitpunkt nun nicht mehr nach Mamis Pfeife getanzt wird.

Die ersten Wochen nach der Geburt verliefen wie in Trance, ein Zustand zwischen überquellender Liebe und völliger Erschöpfung. Eine wunderbare aber auch anstrengende Zeit, wo wir, frischgebackene Eltern, erstmal lernen mussten, Eltern zu sein. Wir orientierten uns komplett nach den Bedürfnissen unseres Kindes, völlig ahnungslos und desorientiert, denn wir wussten ja eigentlich nicht wirklich, was es wollte, aber wir gaben uns Mühe, dass lief dann einfach so weiter, bis mir einfach mal die Milch ausblieb. Ich wollte nicht auf die fertige Milchnahrung ausweichen und so entschied ich mich in panischer Verzweiflung wieder mal einen Plan zu erstellen, zunächst einen Ernährungsplan mit einem Stillprotokoll, den ich natürlich nie wirklich geführt hatte, aber so hatte ich wenigstens einen Plan. Mit dem richtigen und geplanten Essen konnte ich Gott sei Dank weiter stillen, und irgendwie fühlte ich mich in meiner Denkweise „zu planen“ bestätigt und dazu motiviert es auch auf andere Dinge zu übertragen, wie z. B. abends eine Routine zu haben. Selbstverständlich war mein primäres Ziel, dass mein Baby irgendwann regelmäßige Wach- und Schlafzeiten hat, wenigstens in der Nacht. Ich finde jeder Mensch braucht Regelmäßigkeit und ein Kind doppelt so viel. Ich meine mal irgendwo in einer ganz schlauen Fachzeitschrift gelesen zu haben, dass man sich Dinge antrainieren bzw. sein Gehirn für bestimmte Sachen programmieren kann, wenn man diese circa vierzig Mal in Folge in einem bestimmten Intervall tut…. Gut, wir sind bereits seit etwa 130 Tagen dabei, und wie ich finde klappt es richtig super, vor allem abends. Wenn ich anderen Leuten aus meinem Umfeld erzähle, dass wir abends fast immer das Gleiche zur selben Zeit tun, denken die meisten wir würden ein sehr langweiliges Leben führen. Vielleicht. Aber seitdem läuft es wenigstens. Nach gefühlten hundert Tausend Fehlversuchen, haben wir für uns eine Art goldenen MasterPlan und somit eine Abendroutine entwickelt. Roman wacht meistens zwischen vier und halb fünf nach seinem Mittagsschlaf auf und wir spielen oder beschäftigen uns mit ihm circa bis um sechs, dann schläft er für eine halbe Stunde. Auch wenn es nur auf meinem Arm ist, während ich auf dem Sofa sitze, aber er braucht einfach diesen „Zwischenschlaf“, wie mein Mann ihn nennt, sonst schafft er es nicht bis um neun, und würde weinen und einschlafen ohne vernünftig zu essen. Spätestens um sieben ist er wach und wir baden ihn. Er liebt es. (Ich weiß, es ist nicht so gesund das Baby oft zu waschen, aber Roman hat wirklich viele Fettpölsterchen, an die man nicht so leicht rankommt mit so einem feuchten Tuch, zudem hilft das warme Wasser sehr gut gegen Bauchweh. Naja, ich habe das Gefühl, dass Roman es bereits weiß, dass es losgeht und hat bereits im Vorfeld, wo ich ihn ausziehe gute Laune, während mein Schatz im Bad alles fertigmacht. Ich bade ihn und mein Mann macht irgendeinen Quatsch, gefolgt von tausenden Videos und Fotos – von wegen langweilig und so. Danach übernimmt mein Mann das Ruder – abends auf der Wickelkommode ist er der King!!! 😀 Er cremt Roman ein, gibt ihm Vitamin D Tropfen, putzt ihm die Nase, zieht ihn an, usw. Ich wollte das so von vorne herein, denn schließlich geht er den ganzen Tag arbeiten und ich verbringe diese wertvolle Zeit mit Roman, so hat er durch diese abendliche Pflicht die Möglichkeit schöne Momente mit ihm zu haben, nur die beiden unter sich. Und viel wichtiger Roman stellt sich auf das Schlafen ein, denn nur abends macht es der Papa mit ihm, sonst die Mama. Ja und noch viel viel wichtiger, ich habe da Zeit für mich. Gegen halb neun bringt mir mein Mann mein völlig erschöpftes, aber hungriges Kind zum Füttern, gegen neun liegt er in seinem Bettchen und schläft tief und fest. Am Anfang war er jede drei Stunden wach, dann wurde es rarer und jetzt schläft er durch. Liebe Mamis, bitte steinigt mich nicht, wenn ihr das hört, aber er schläft seitdem wir zufüttern super, da er nicht mehr so viel Hunger hat und schläft bis um halb sieben Uhr morgens durch. Dass er so gut einschläft, habe ich unserer Abendroutine zu verdanken. Dass er gut durchschläft jedoch dem unglaublichen Glück so ein wundervolles Kind zu haben. Aber das kann sich ja immer ändern. Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und nach fünf Monaten behaupten, dass unser Alltag sich durch die Abendroutine wieder einpendelt, aber ich habe es einfach im Gefühl. Oder Roman spielt mir einfach einen Streich und möchte mir eine Lektion erteilen, sowie damals mit der Geburt.

Maria findet ihr hier bei Instagram.

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Andreas mit Kai ( 2,5 Jahre ) und Ben ( 15 Wochen)

Hallo ihr Lieben… Ich bin Andreas, Papa von 2 wundervollen Söhnen. Dem kleinen Kai, der ist 2,5 Jahre und unserem 15 Wochen altem Baby Ben. Ich bin ca. 372 Monate aber ist jetzt nicht so wichtig.
Abendroutinen und Rituale sind wichtig für unsere Kleinen. Wer sich schon mal mit dem Thema auseinander gesetzt hat weiß, es gibt haufenweise Ratgeber, Bücher und Anleitungen zu diesem Thema. Ich würde euch ja liebend gerne den heiligen Gral unter den Abendroutinen präsentieren, eine Anleitung mit der ihr eure Kinder ohne großen Aufwand ins Land der Träume befördert, aber ich glaube den gibt es leider nicht. Wir haben uns damals über einige Methoden informiert, und hatten unseren kleinen Kai auch schon so weit, dass er in seinem eigenen Bettchen schläft, nur hat er eben nie richtig durchgeschlafen, wurde öfters wach, war morgens manchmal schlecht gelaunt, und irgendwie war das Ganze nichts für ihn. Irgendwann haben wir Kai dann zu uns ins Bett geholt und seit dem schläft er jede Nacht um die 11 Stunden (Anfangs noch mit Zwischenmahlzeiten) und ist am Morgen fit, ausgeruht und voller Energie. So wurde unser Elternbett zum Familienbett und ich glaube, dass Kai so ein Kind ist, das einfach die Nähe von Mama und Papa braucht. So mussten wir unsere Abendroutine natürlich an die neuen Gegebenheiten, an das Familienbett anpassen und seit unser kleiner Baby Ben bei uns eingezogen ist, mussten wir die Abendroutine natürlich erweitern, und ein geregelter Ablauf wurde nochmals umso wichtiger… für alle Beteiligten. Auch wir waren auf der Suche nach der für uns passenden Schlafroutine, haben uns informiert, uns Anregungen geholt und sind am Ende zu dem Schluss gekommen, dass wir einen Rhythmus brauchen, nicht nur angepasst an die Bedürfnisse von uns Großen, sondern auch, und das ist meiner Meinung nach noch viel wichtiger, an die Bedürfnisse unserer Kinder.
Das wichtigste ist meiner Meinung nach einfach das jeden Tag der gleiche Ablauf stattfindet, ungefähr zu den gleichen Zeiten, damit sich die Kleinen daran gewöhnen können und das man auch immer beobachtet, welche Bedürfnisse die Kinder haben. Unsere Abendroutine beginnt eigentlich schon mit dem Abendessen so gegen 18:00 Uhr. Das ist dann schon mal das erste fixe gemeinsame Ritual, damit Kai merkt der Tag ist vorüber und der Abend hat begonnen. Danach ist PlayTime angesagt… da wird noch mal das Wohnzimmer richtig verwüstet, oder wir spielen etwas in seinem Zimmer, dabei kann er sich noch mal richtig auspowern, und das geht eben am besten mit dem Papa. Ein paar Minuten bevor wir hochgehen, sagen wir Kai dass es jetzt bald Schlafenszeit ist, damit er sich schon mal darauf einstellen kann und weiß, dass er bald seinen Kram zusammenräumen muss. Das Aufräumen machen wir dann aber alle gemeinsam, zumindest wird Schadensbegrenzung betrieben, und danach gehen wir hoch und machen uns fertig fürs Bett…also bettfein… Wir versuchen immer zwischen 19:00 und 20:00 Uhr ins Bett zu kommen… je nachdem wie die Kinder drauf sind. Baby Ben ist dabei aber eigentlich ziemlich egal was wir so machen, der hat ja noch seinen Baby-Rhythmus. Das einzige was man schon langsam merkt ist, dass er auch um die gleiche Zeit in sein Bettchen will. Der sieht dann immer richtig glücklich aus, wenn er es sich gemütlich machen kann und sich vom Baby-Alltag erholen kann. Das Programm geht dann weiter mit Körperhygiene. Baden ist bei Kai nicht mehr so hoch im Kurs, seit wir das neue Badezimmer haben geht er nämlich lieber duschen, und das am liebsten mit mir. Ich werfe da einfach ein paar Spielzeugautos rein, und wir machen es uns drin gemütlich.
Anschließend wird gewickelt und der Pyjamakampf beginnt. Das mit dem Schlafanzug nehmen wir jetzt nicht immer so genau, deshalb wird auch oft nur mit Body und Strumpfhose geschlafen.. und danach ist für uns alle Zähne putzen angesagt. Das macht er mittlerweile schon ganz brav selbst, eigentlich isst er nur die Zahnpaste.. die übrigens wirklich lecker schmeckt.. aber dann wird von Mama oder Papa noch mal richtig nachgeputzt. Im Familienbett angekommen, werden mal die Stofftiere sortiert und überprüft ob wohl alle vollzählig sind. Der eine oder andere Schleich-Dinosaurier versteckt sich dabei auch gerne mal unter der Bettdecke und wartet nur darauf mich zu attackieren… aber danach beginnt die eigentliche Ruhephase für uns. Meistens lassen wir noch mal den Tag Revue passieren. Also stellen wir Kai Fragen, und lassen ihn erzählen was er denn heute so alles erlebt hat oder wir erzählen was so los war. Zwischendurch versucht er mich dann nochmal zurück in den Spielmodus zu bringen, aber da muss ich dann standhaft bleiben, weil er sonst ja wieder so aufgekratzt ist da san schlafen nicht mal mehr zu denken ist. Ok, ich gebs zu, manchmal lass ich mich schon hinreißen, Papas sind ab und zu ja auch nur behaarte Kinder, aber dann muss ich das auch wieder ausbaden, deshalb passiert das mittlerweile eher selten. Anschließend blättern wir noch ein paar Bücher durch, dabei mag er am liebsten die Wieso-Weshalb-Warum-Bücher.. die finde ich persönlich auch richtig gut und interessant für Kinder… Das Geschichten vorlesen fängt immer etwas spielerisch an, da er das liebt und mit Begeisterung mitliest und alle Bilder kommentiert. Beim dritten Buch wird er dann immer ruhiger, ich glaub die helfen ihm etwas abzuschalten und langsam runter zu kommen, er genießt einfach die Zeit mit uns im Bett und wird auch schon langsam schläfrig. Nach dem ganzen Programm wünschen wir uns alle noch eine gute Nacht, jeder bekommt einen Gutenachtkuss, wird gedrückt, und das ist dann irgendwie der Zeitpunkt, wo er weiß jetzt muss wirklich geschlafen werden. Kai gräbt sich dann noch richtig unter die große Decke, mit Baby-Wau-Wau und MamaHasi im Arm und schläft nach ca. 10 Minuten zufrieden ein. Wenn nicht, werden von uns einfach noch ein paar Schlaflieder angestimmt. Die geben ihm dann sozusagen noch den Rest.
Und wenn beide Kinder dann endlich eingeschlafen sind, haben meine liebe Anna und ich, auch ein wenig Zeit für uns und wir genießen zusammen noch den restlichen Abend. Ich denke, man muss einfach den richtigen Ablauf für sich und seine Familie finden, eine Routine entwickeln, bei der alle Beteiligten zufrieden sind. Natürlich finde ich es auch super, dass es diese ganzen Ratgeber gibt von denen man sich Anregungen holen kann, man muss letztendlich aber immer darüber nachdenken ob diese Richtlinien für sein Kind überhaupt anwendbar sind.. und entscheiden was man davon anwendet, weil es bei Kindern so viele Unterschiede, so viele verschiede Charaktere gibt und man sollte eben jede Methode individuell an seine Kinder anpassen.

Abschließend möchte ich mich noch herzlichst bei den lieben Mädels hier vom Mamarazzi Blog bedanken, dass ich die Möglichkeit, nein… das Privileg hatte, bei euch diesen Beitrag zu verfassen… Danke!
Wer möchte, kann auch gerne mal bei mir auf Instagram vorbei schauen, da findet ihr übrigens auch den Link zu unserem BirdieBlog.
Liebe Grüße, Andreas

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Rebecca mit Juna (15 Monate)

Ich erinnere mich noch genau, wie oft ich mich mit Freundinnen oder Bekannten über dieses Thema unterhalten habe als ich noch schwanger war! „So und so musst du das am besten machen, dann schläft das Kind auch.“
Heute ist Juna 13 Monate alt und ich habe meine eigene Meinung dazu. Rituale halte ich tatsächlich für sehr wichtig, besonders abends, wenn es ums Schlafen legen geht. ABER beim Abendritual geht es mir nicht darum, dass Juna danach sofort einschläft, sondern ich finde es ist wichtig, dass Juna weiß was kommt, denn ich sehe die vertraute Wiederholung vor dem Zubettgehen bringt sie dazu, sich zu entspannen und „runter zu kommen“.

Bei uns hat sich unser Abendritual so entwickelt, dass wir gegen 18 Uhr alle zusammen Abendbrot essen. Danach gehe ich mit Juna in ihr Zimmer. Ich habe schon im Vorfeld entspannende Musik angestellt und Juna ihre Bären Lampe angeknipst, damit das Licht im Zimmer schon gedimmt ist. Wir spielen noch ein bisschen zusammen, oder gucken uns ein Buch an – je nach dem worauf Juna gerade Lust hat, bevor es ins Bad geht. Zähne putzen und waschen ist nun angesagt wenn wir an dem Tag nicht Baden.  Juna läuft danach auch schon in ihr Zimmer, denn mittlerweile weiss sie ja was als nächstes kommt. Während „la le lu nur der Mann im Mond schaut zu“ läuft, (ich spiele jeden Abend das gleiche Lied vor) ziehe ich sie um, kämme noch ihre Haare. Bevor ich Juna hinlege kuschelt sie sich nochmal bei mir in den Arm, ich schaukle sie noch ein paar Minuten und singe ihr „la le lu“ vor. Ich genieße den Moment immer total <3 Dann geht’s auch schon mit ihrem Hasi Kuscheltier zusammen ins Bettchen, auch das gehört zum Ritual denn Hasi ist schließlich auch müde 🙂 Ich lasse ihr die Musik und ihr Sternenhimmel noch ca 10 Minuten laufen bis Juna 〰so die Theorie  〰 im Land der Träume ist.

Rebecca findet ihr hier bei Instagram.

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Vanessa mit Lia (20 Monate)

Die kleine Maus abends in ihr Bettchen zu bringen, habe ich mir in der Schwangerschaft wirklich traumhaft einfach vorgestellt. Sie in Ruhe umziehen, in den Schlaf zu singen, bis sie einfach einschläft…   aber fange ich mal von vorne an. Im Wochenbett war natürlich das Stillen, das Fläschchen und die Nähe, dass wichtigste. Da Lia sehr unruhig war, wurde uns angeraten, am Anfang auf weitere Reize ( Spieluhr, Licht) zu verzichten. So wurde Sie die ersten 3 Monate zum Einschlafen gestillt und in den Schlaf geschunkelt. Sie schlief meist schnell ein, war aber umso schneller wieder wach. Wir hatten einen 1-2 Stunden Rhythmus die ersten Wochen. Mit ca 6 Wochen haben wir sie dann zum Schlafen gepuckt und ein Rauschgeräusch half ihr etwas ruhiger zu schlafen. Sie lag von Geburt an, immer neben uns im Beistellbett. Mit 4 Monaten wurden die Schlaphasen etwas besser, so schaffte sie zumindest 3 Stunden am Stück, aber immer noch zuwenig Schlaf, für ein Neugeborenes und uns sowieso. Wir als Eltern dachten, es wird noch intensiver, wenn sie ihr eigenes Zimmer bekommt und somit auch ihr eigenes Bettchen. Gesagt, getan. Mit 9 Monaten und weiterhin max. 4 Stunden Schlaf am Stück, begann langsam die Abendroutine. Gegen 18:30, nachdem Abendessen sind wir in ihr Zimmer, haben Sie umgezogen, ein Buch geguckt, gemütliches Licht leuchtete und während sie die Milch bekam, spielte ihre Lieblingsspieluhr im Hintergrund. Danach schlief sie spätestens um 19:00 Uhr und wir waren erstmal zufrieden. Sie wurde allerdings weiterhin gegen 23:00 wach, wollte Nachschub, schlief dann bis ca 3-4 Uhr. Manchmal hat sie wieder in den Schlaf gefunden, wenn nicht, nahmen wir sie mit in das Familienbett, wo sie sofort und auch lange weiter schlief. Als Lia 1 Jahr alt wurde und für mich wieder das Arbeitsleben begann, hatte ich nachts keine Kraft mehr, sie wieder geduldig in den Schlaf zu bringen, ohne lange Weinphasen und unter völliger Erschöpfung. Also wurden die Nächte im Famiilienbett öfter und Lias und somit auch unser Schlaf stetig besser. Mit ca 14 Monaten wollte sie natürlich gar nicht mehr in ihrem Bett schlafen, also blieb sie bei uns und schlief und schlief, bis zu 13 Stunden. Wir waren nach 3 Tagen so erholt und glücklich, kannten diese langen Schlafphasen mit Kind ja absolut nicht. Für uns war von Anfang an klar, wir lassen Lia nachts nicht Minuten lang weinen und schenke ihr keine Zuneigung wie es viele „Schlafexperten“ vormachen. Das haben wir zwar mal probiert, aber nach 5 minütigem Schreien, kamen auch mir die Tränen und wir haben dieses Experiment sofort abgebrochen, da es für uns nicht der richtige Weg war und bis heute nicht ist! Heute frage ich mich, warum wir als Eltern nur solange daran festgehalten haben, dass sie in ihrem eigenen Bett schlafen soll. Ich habe mich viel verunsichern lassen durch Aussagen wie; „ihr verwöhnt sie“ oder „so lernt sie nie alleine zu schlafen“. Irgendwann habe ich mich dann intensiv erkundigt, andere Artikel gelesen, vermehrt aus anderen Kulturen und mir viel ein dicker Stein vom Herzen, dass ich die Bestätigung gefunden hatte. In vielen Ländern ist das Familienbett so normal wie das Stillen, ja es wird sofort gemeinsam geschlafen und sie sind schockiert warum Kinder in anderen Regionen, ganz besonders hier in Deutschland, in ihr eigenes Zimmer abgeschoben werden (so der Wortlaut), weil sie ja schließlich zur Familie gehören. Natürlich hätten wir Lia auch in ihrem Bett schlafen lassen, wenn es geklappt hätte, es hat ja auch viele Vorteile, dies jedoch zu Erzwingen, niemals. Hätte Lia wohl direkt viel besser geschlafen, wenn wir sie  sie früher zu uns ins Bett genommen hätten? Diese Frage stelle ich mir sehr oft und ich denke, ja es wäre besser gelaufen.
Mein Fazit: Wir hätten noch viele weitere Abendrituale ausprobieren können, wenn das Kind allerdings noch nicht den richtigen Schlafort gefunden hat, werden diese nicht zum gewünschten Erfolg verhelfen und können sogar Kontraproduktiv wirken. Für uns ist heute das wichtigste Ritual, Lia zu vermitteln, dass sie da schlafen darf, wo sie es möchte. Verständnis, Geborgenheit, Liebe und auf sie einzugehen ist wohl das Wichtigste, um einen gesunden Schlaf zu erleben. Ob es nun im eigenen Bett, im Beistellbett oder im Familienbett statt findet ist nebensächlich, solange jede Familie die passende Lösung findet, die für alle der richtige Weg ist. Denn machen wir uns nichts vor, wenn das Einschlafen schlecht läuft und die Nächte auch noch zu kurz sind, kommt man sehr schnell an seine Grenzen. Es zieht sich über den Tag und hört meist auf, wenn man erholt und ausgeschlafen ist.
Heute unterstützen uns beim Einschlafen Bücher, Lias Kuscheldecke, Ich sage ihr, wie lieb wir sie haben und dass ich mich auf den morgigen Tag freue, dabei bekommt sie noch eine Flasche mit Kuhmilch zum Einschlafen.
Dann bleibe ich meist 5-15 Minuten neben ihr bis sie eingeschlafen ist. Dies geschieht meist zu der selben Uhrzeit nach dem Abendessen.
Trotzdem ist jeder Abend anders, so schläft sie mittags ohne Ritual viel einfacher ein, als abends. Krankheit, aufregende Aktivitäten am Tag erschweren es manchmal zusätzlich.
Lasst euch also nicht verunsichern, hört auf auf euer Herz, dann klappt es meist ganz von allein. Klingt recht einfach, für mich hat es allerdings eine Zeit gedauert.

Eure Vanessa

Vanessa findet ihr hier auf Instagram.

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