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Mädchen oder Junge? Wenn aus Wünschen und Hoffnung Enttäuschung wird!

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Wenn man zum ersten Mal schwanger ist, haben einige vielleicht auch schon gewisse Wünsche was das Geschlecht angeht. Man malt sich aus, wie die kleine Familie nun aussehen wird. In unserem Fall stellte ich mir den großen Bruder vor, der eine kleine Schwerster bekommen sollte. Das wäre doch toll. Oder vielleicht passen doch gleichgeschlechtliche Kinder besser zusammen. Wo die Interessen dann auch gleich sind? Die sich dann den selben Freundeskreis teilen können? Weniger Arbeit für Mami?

Ich glaube, fast jede werdende Mama will so schnell wie möglich erfahren, welches Geschlecht das Baby in ihrem Bauch hat. Auch wir gehören nicht zur der Fraktion Eltern: „Wir lassen uns gerne überraschen“! Im Gegenteil, wir sind einfach super neugierig und würden es am liebsten sofort wissen. Ich finde, der Bezug zum Baby ändert sich dann noch mal ein bisschen und wird einfach inniger, wenn man eine Vorstellung davon hat, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. In der Schwangerschaft von Kian haben wir das Geschlecht super früh erfahren, ich kann mich noch ganz genau daran erinnern. Als wir bei der Nackenfaltenmessung waren und der Arzt am Ende der Untersuchung fragte: Haben Sie noch Fragen? Bevor der Arzt die Frage überhaupt zu Ende stellen konnte, fragte mein Mann ganz neugierig nach dem Geschlecht. Der Arzt konnte schon dort in der 13. Woche mit einer Wahrscheinlichkeit von 80% sagen, dass es ein Junge wird. Wir waren überglücklich und freuten uns auf unseren kleinen Jungen. Das schönste daran war, dass wir auch die ersten mit einem Jungen in der Familie waren und somit war es schon etwas ganz Besonderes.

Ich erhoffte mir auch bei der zweiten Schwangerschaft so ein frühes Outing. Doch diesmal führte es nur zur Verwirrung, Enttäuschung, Traurigkeit und Wut! Ich hatte mir immer ein Mädchen gewünscht. Schon damals waren meine Puppen immer nur Mädchen. Nein, Moment! Ich hatte eine männliche Puppe. Doch ihn mochte ich nicht so wie die weiblichen Puppen, er lag einsam und allein in einem Schrank. Ich liebte es einfach, eine Puppenmama für Mädchen zu sein. Und auch heute ertappe ich mich immer wieder beim Shopping dabei, dass ich denke: „Ach, wie schön es doch wäre ein Mädchen einzukleiden, die Haare zum Zöpfchen zu binden und das Zimmer mit rosa zu dekorieren“.

Ich verließ mit einem übermäßig großen Grinsen die Arztpraxis nach der Nackenfaltenmessung. Mir wurde nämlich mitgeteilt das wir sehr wahrscheinlich ein Mädchen bekommen. Genauso wie wir es uns gewünscht haben. Mein Gefühl sagte mir von Anfang an, das das zweite Kind ein Mädchen ist.

Beim letzten Ultraschalltermin dann die große Enttäuschung! Ich war schon leicht nervös und aufgeregt, schließlich wurde beim letzten Termin ja nur vermutet das es ein Mädchen wird. Und tatsächlich: Unserem Mädchen ist doch glatt etwas Sichtbares gewachsen. Was auch immer es sein mag: Die Frauenärztin erkannte es als einen Penis. Sie wollte sich dann aber doch nicht ganz festlegen und meinte, dass sich das Geschlecht noch ändern kann. Es steht also immer noch 50/50, ob es nun ein Mädchen oder Junge wird.

In mir machte sich ein Gefühl breit, was ich in der Hinsicht nicht kannte. In mir baute sich sofort Enttäuschung, Verwirrung, Traurigkeit und Wut auf.

Ich wollte keinen Jungen, ich wollte ein Mädchen! Ich fühlte mich am Boden zerstört und rief erst mal meine Mann an, der ebenso, etwas enttäuscht über die Neuigkeit war. Doch dann kam der Satz, den ich in diesem Moment so gar nicht hören wollte: „Hauptsache gesund!“ Ja klar gesund, aber ein Mädchen und kein Junge! Im zweiten Augenblick habe ich mich geschämt für diese Gefühle. Warum freute ich mich nicht über einen gesunden Jungen? Was machten meine Gefühle mit mir? Ich bin doch einfach so froh darüber gewesen, sofort gewollt und problemlos schwanger geworden zu sein. Die Tränen schossen mir ins Gesicht, wie gemein allein der Gedanke daran nur schon war, sich nicht zu freuen. Ich würde voraussichtlich ein gesundes Kind bekommen, ich müsste doch unendlich dankbar dafür sein, anstatt enttäuscht oder traurig. Ich wurde richtig wütend auf mich selber. Darf man als Mutter überhaupt so denken? Es gibt so viele Pärchen die sich ein gesundes Kind wünschen und es jahrelang probieren schwanger zu werden oder sie bekommen eins was nicht gesund ist. Wir sollten uns bewusst vor Augen führen, dass es etwas Besonderes ist so ein Wunder miterleben zu dürfen und Kinder zu bekommen. Es fällt einem vielleicht schwer nicht das Wunschgeschlecht zu bekommen, doch wird das Kind am Ende einfach zauberhaft sein und sicher ganz anders, als das erste! Ich bin mir sicher und da habe ich jetzt gar keine Zweifel mehr, ich werde mein zweites Kind lieben, egal ob es nun Mädchen oder Junge wird.

Ich möchte hier meine Gedanken und Gefühle mit euch teilen, die eventuell auch mal nicht der gängigen Sichtweise entsprechen, aber mir ist es wichtig, auch solche Themen anzusprechen. Denn das Leben als Schwangere ist nicht immer nur wie auf Wolke sieben, nein, es kommen immer wieder Ängste und Zweifel auf. Und auch Gedanken, auf die man im Nachhinein nicht so stolz ist. Und vielleicht ist es ja der ein oder anderen während ihrer Schwangerschaft ganz ähnlich gegangen?

Ich freue mich auf eure Kommentare! <3

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19 Comments

  • Reply
    Janina
    13. April 2017 at 16:25

    Ein toller Beitrag Mona! 💕
    So herrlich ehrlich.
    Das Thema würde ich glatt in die Kategorie „darüber spricht man nicht öffentlich“ zuordnen.
    Denn so ist es doch meistens.
    Man traut sich nicht seine Wünsche zu äußern, weil man sich selbst denkt “ was sollen die Leute denken, wenn es nicht mein Wunschgeschlecht ist“. Genauso war es bei mir auch. Ich traute mich nicht auszusprechen was ich mir wünsche und tat es nicht. Mein Partner genauso wenig. Allein schon weil wir uns gefühlt jeden Tag sagen lassen mussten, was andere denn denken was es wird. Und wehe man sagte einer „es wird sowieso ein Junge“ Verfechterin, dass man aber auch sehr glücklich über ein Mädchen wäre.
    Eigentlich sehr traurig, dass man sich selbst für seine Wünsche schämt, denn im Endeffekt freut man sich doch so oder so. Ganz egal ob Wunschvorstellung oder Realität.

    • Reply
      Mona
      23. April 2017 at 15:16

      Ich war mir auch erst unsicher ob ich überhaupt öffentlich darüber schreiben soll. Aber wie gesagt, ich finde es sind Gefühle die man nicht beeinflussen kann und es sollte doch auch nicht immer nur über die positiven Dinge im Leben berichtet werden. Danke für den Kommentar 🙂

  • Reply
    Annika
    13. April 2017 at 18:02

    Ich kann deine Gedankengänge gut nachvollziehen. Die Wunschvorstellung im Kopf und dann die Realität. Und dann merkt man, dass man vielleicht doch einfach nur dankbar sein sollte… 🙈 Bei unserem ersten Kind war es mir total egal, was es wird. Es wurde ein Junge, ich freute mich riesig. Wir hätten auch gern bald ein 2. und meistens sage ich, auch da ist es mir egal. Aber oft ertappe ich mich dabei, zu hoffen, es könnte ein Mädchen sein. Ähnlich wie bei dir, sehe ich die süßen Klamotten überall.. 💕 Aber unser erstes Kind war nicht gesund zur Geburt, es war sehr hart. Deswegen komme ich ganz schnell wieder ab von dem Mädchenwunsch. Denn mein größter Wunsch ist wirklich nur ein gesundes Kind. Nicht mehr und nicht weniger. ♥️

    • Reply
      Mona
      23. April 2017 at 15:21

      Das tut mit natürlich sehr leid für euch und ja, man solle für so vieles dankbarer sein! Nur wird einem das oft erst dann bewusst wenn es einen selbst trifft. Viel Kraft für die Zukunft und danke für dein Feedback 😉

  • Reply
    Petra
    14. April 2017 at 16:50

    Hallo Ramona, danke dass du das so ehrlich erzaehlst. Ja, so ist es bei uns mit Eva passiert. In den ersten 12 Wochen hiess es 90% Maedchen und wir waren uebergluecklich. Eva wollte schon immer eine kleine Una, nachdem sie ein Foto von Una und dem Loewen im Museum in Edinburg gesehen hatte…eine kleine Rothaarige wenn moeglich. Ich schaute schon nach allen moeglichen Dingen, so wie Stofftiere/Loewen vor Freude! Wir diskutierten, wie die Kleine NICHTS in rosa von mir bekommen wuerde, da ich Rosa nicht ausstehen kann, sondern dass sie von mir das Angeln lernen wuerde….LOL. Dann kam der Schock: unserer „Una“ wuchs auch etwas zwischen den Beinen heraus. Als Eva es mir sagte, reagierte ich total falsch, weil ich ehrlich mein Bedauern ausdrueckte und es wagte zu sagen, dass ich mich aber auf ein Maedchen gefreut hatte. Sie sprach dann fast eine Woche nicht mehr mit mir. Ich habe mich entschuldigt und ihr beteuert, dass ich den Kleinen mehr lieben werde als alles andere auf der Welt (ausser ihr natuerlich), aber ich glaube nicht, dass sie davon ueberzeugt war…:( Der Grund, dass Dylan seinen Namen hat ist, weil Eva und Mike nachdem sie vom Arzt erfuhren, dass es ein Junge war einen Song im Kopf hatten: „You can’t always get what you want“….Die beiden dachten, dass sei ein Lied von Bob Dylan (ist aber von den Rolling Stones…) Und da entschieden sie sich, dass der Kleine Dylan heissen soll. Vorher hatten sie noch an gar keinen Jungennamen gedacht, denn es war ja 90% „sicher“, dass es ein Maedchen ist.
    So, jetzt haben wir den kleinen Bengel und wir koennten uns gar nicht vorstellen eine Una zu haben! Er ist so ein richtiger Lausbub und ich bin auch total happy, dass ich nicht nach Kleidchen und rosa Puppenkram gucken muss. Erst diese Woche habe ich ihm seinen ersten Handwerksguertel mit Holzwerkzeug geschenkt.
    Es wird wunderbar sein, wenn Kian einen kleinen Bruder bekommt mit dem er spielen kann und so kannst du auch praktischerweise seine schoenen Klamotten wieder verwerten!
    Ich kann mich an Eva’s enttaeuschten Satz genau erinnern:“Na, es ist ja gut, dass es ein Junge wird…..Jungen haben es einfacher auf dieser Welt……“ Ja, da ist was dran…denk mal darueber nach.
    Ich hoffe, dir geht es bald seelisch und koerperlich besser und das der neue Kleine schnell und problemlos das Licht dieser Welt erblicken wird! Ich druecke dir beide Daumen!
    Deine Petra

    • Reply
      Mona
      23. April 2017 at 15:26

      Vielen Dank für deine Geschichte! Ich könnte mir meinen kleinen Jungen auch nicht mehr weg denken. Ich wollte als Kind immer einen Bruder, aber wie du ja weißt, sind es zwei kleinere Schwestern geworden. Von daher bin ich überglücklich eine Jungen- Mama zu sein. 🙂

  • Reply
    Tatcheninlove
    14. April 2017 at 22:25

    Als würdest du genau über meine Situation schreiben. Nur mit wenigen unterschieden. Zum einen wollen alle in meinem Freundes und Familien Kreis dass ich ein Mädchen bekomme und zum anderen, habe ich mich gerade deshalb über eine Geheimhaltung entschieden.

    Weil mein Mann und ich nach dem 2ten Kind gerne abschließen wollen, kam in mir plötzlich der Wunsch hoch, eine Tochter haben zu wollen, obwohl ich meinem Sohn schon immer einen Bruder wünschte. Aber weil mir das alle schön redeten und ich Kleider und so einen Schnick Schnack liebe, wollte ich dann doch ein Mädchen. Als könne man es sich aussuchen.

    Am Ende war ich richtig wütend auf mich selbst. Bis zur 28ssw konnte man das Geschlecht nicht sehen und alle im mich herum nervten mich schon mit ihren Fragen. Die meisten wollten einfach nur wissen ob ich es geschafft hätte, ein Mädchen zu bekommen, weil hier überwiegend Söhne geboren wurden und sich fast jeder ein Mädchen wünscht. Und obwohl es vorher nie mein Traum war eine Mädchen Mama zu werden, setzten die Worte Wurzeln in mir.

    Beim letzten Ultraschall habe ich das Geschlecht dann erst recht nicht wissen wollen. Keiner sollte im Recht liegen oder es mir schlecht reden. Denn mein Gefühl sagt mir, es wird ein Junge und darüber will ich mich gefälligst freuen. Nun hat der FA bei der letzten Untersuchung das Geschlecht gesehen und es meiner Schwester gesagt. Die bereitet mir eine Babyparty vor. Da haben es dann doch alle mit mir zu feiern. Ob Mädchen oder Jungen. Und wenn mir da jemand blöd kommt dann haue ich auch den Satz „Hauptsache gesund, du Trottel“ raus. Denn keiner darf mir diese Freude auf mein Kind nehmen.

    • Reply
      Mona
      23. April 2017 at 15:39

      Ich finde es richtig doof, das sich immer alle einmischen! Vielleicht möchte man überhaupt nicht die Meinung der andere hören. Was für eine wundervolle Idee mit der Überraschung’s Babyparty, Jungen oder Mädchen. Ich bin mir sicher du wirst dich riesig freuen egal was es wird :). Ich wünsche dir alles Gute!

  • Reply
    Mrtandthetwins
    15. April 2017 at 18:17

    Ich kann dich sehr gut verstehen. Und vor allem, dass man sich schämt solche Gedanken überhaupt zu haben. Unser erster Sohn war ein Wunschkind und auch wir fanden die Vorstellung als erstes einen Sohn zu bekommen zauberhaft. Leider waren die ersten 2 Jahre mit ihm oft so anstrengend (Der kleine Rabauke..!), dass mein Mann lange für die Entscheidung zu einem zweiten Kind gebraucht hat. Ich war schon ganz ungeduldig als er endlich ja sagte. habe mich immer mehr dabei ertappt nur an ein kleines Mädchen zur denken und davon zu täumen. Ohne Absicht, der Gedanke war einfach da. Mir war vorher nie bewusst, dass es mir wichtig wäre. Mit dem positiven Schwangerschaftstest wurde ich dann nervös und wusste: dies wird definitiv unser letztes Kind. Wenn ich nun gar keine Mädchen haben darf? Oje…. meine besten Freundinnen (alle nur Jungsbabys) fieberten schon…. man kann schwer in ein paar Worten beschreiben wie tief die Verwirrung über die Gedanken an sich, aber auch den bestehenden Wunsch gehen. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, konnte es aber n7cht abschalten. Schließlich weiß ich tief in meinem Herzen ja, dass mir nichts wichtiger ist als ein gesundes Kind! Und lieben werde ich es von ganzem Herzen. 100%ig und kompromisslos.
    Tja… und als wir dann erfuhren, das wir eineiige Zwillinge bekommen werden war der Schock dann darüber erst mal so groß, dass augenblicklich alles andere Vergessen war. ZWILLINGE?! ZWEI?! Was mir erst so wichtig schien wurde auf einmal irrelevant. Denn plötzlich ging es darum 3 Kinder zu haben und auch noch ein Doppelpack. Wie sollen wir das schaffen? Wie soll ich allen gerecht werden? Das muss man erst mal verdauen, wenn man denkt man bekäme höchstens 2… 😊
    Ich hätte mich direkt wieder über 2 Jungs gefreut – wenigstens etwas weniger neue Klamotten die her müsste… (ja, auch wenn es das ist was ja nun am meisten Spaß macht…) Hauptsache das finanzielle wächst uns nicht über den kopf….
    Und dann war sie sich wieder da: die totale Freude, als wir erfuhren das es 2 Mädels werden! Wahnsinn.
    Das Ganze zeigte mir aber, wie schnell Wünsche sich ändern wenn Gegebenheiten sich ändern. Und das alle Wünsche eigentlich nur nebensächlich sind. Es ist Familie an sich, was wichtig ist und immer wichtig sein wird. Egal aus wieviel Mitgliedern sie besteht oder welchen Geschlechtern. Es ist das Abenteuer das man nie mehr alleine sein wird.
    Und ich freue mich drauf. 😍

    • Reply
      Mona
      23. April 2017 at 15:51

      Wow wie wundervoll, ich bekomme direkt Gänsehaut :D. Ich kann es gut verstehen, das ihr dann ganz andere Sorgen hattet. Aber ich bin mir sicher, das ihr das ganz toll meistern werdet. Ich wünsche euch viel Energie und danke dir für den tollen Einblick deiner Gedanken und Schreckmomente. 🙂

  • Reply
    Isabell Espig
    18. April 2017 at 13:08

    Liebe Mona,
    vielen Dank für diesen Beitrag! Mir ging es genau wie dir. Als ich schwanger wurde hatte ich mich riesig gefreut und konnte es kaum erwarten das Geschlecht des Babys zu erfahren. Doch eigentlich war mir ganz klar, dass da ein kleines Mädchen in Bauch heranwächst. Ich war mir so sicher, ich habe nicht mal in Betracht gezogen, dass es zu 50% auch ein kleiner Bub werden könnte. Als dann das eindeutige Outing kam und der Gynäkologe uns zu diesem „strammen Burschen“ gratulierte, musste ich meinen Tränen runterschlucken. Das darf doch nicht wahr sein! Vor allem darf meine Reaktion nicht wahr sein, dachte ich mir. Ist es nicht völlig egal was es wird? Was habe ich mich für meine Enttäuschung geschämt. Darf man ja niemandem sagen, was man da fühlt. So viele Paare wünschen sich sehnlichst ein Kind und probieren alles Mögliche um überhaupt schwanger zu werden. Und wir? Bei uns klappt es auf Anhieb, die Schwangerschaft verläuft wie im Bilderbuch und ich heule rum, weil ich blau statt rosa kaufen muss.
    Ich habe versucht mich für meine Gefühl nicht zu verurteilen. Habe sie hingenommen. Irgendwann kam dann die Akzeptanz, danach die Freude. Und dass ich nun meinen zuckersüßen Babyboy mit keinem Kind der Welt mehr tauschen will, muss ich wohl nicht erwähnen.
    Alles ist gut wie es ist, liebe Mona. Verurteile dich nicht für deine Gefühle!
    Ich wünsche dir und dem kleinen Krümel von Herzen das Beste!
    Bella

    • Reply
      Mona
      23. April 2017 at 15:56

      Liebe Bella, vielen dank für dein liebes Kommentar. Jungs sind genau so „wundervoll“ nur weiß man es vielleicht erst dann, wenn man selbst einen hat 🙂

  • Reply
    Susan
    19. April 2017 at 16:22

    Wow…als hättest du meine Geschichte geschrieben. Genauso erging es mir vor ein paar Wochen auch in meiner zweiten Schwangerschaft (erste 03/15 Junge).
    13 SSW Verdacht auf ein Mädchen…und 17 SSW dann doch ein Junge und ich war sooo enttäuscht und dabei ist es echt ein Luxusproblem wenn man doch sieht wie schwer es manch andere Paare haben…dementsprechend kenne ich dieses Gefühlschaos.
    Viele Grüße aus Hamburg, und weiterhin eine schöne Schwangerschaft! Susan

    • Reply
      Mona
      23. April 2017 at 19:12

      Vielen Dank, dann sind wir ja einer Meinung :). Ich wünsche dir ebenfalls eine unbeschwerte und eine schöne Schwangerschaft!

  • Reply
    Lidewij
    21. April 2017 at 11:14

    Wir stehen schon fast ein wenig unter Druck. Seit Generationen gibt es in der Familie meines Partners keine Mädchen mehr – umso größer ist da natürlich der Wunsch bei der Familie, endlich mal wieder weiblichen Nachwuchs zu haben. Unser Sohn kam letztes Jahr zur Welt und auch in uns brodelt der Wunsch nach einem Mädchen. Man stellt sich das ja dann auch so wunderschön vor: Großer Bruder, kleine Schwester. Dein Text bestärkt mich jedoch, dass Geschlecht bei der 2. Schwangerschaft nicht erfahren zu wollen. Ich möchte keine negativen Gefühle hegen, denn das Endergebnis liebt man so oder so, und schlussendlich macht man sich Vorwürfe, wie man nur so über das Baby denken konnte.
    Mein Partner ist auch unglaublich neugierig und ich weiß jetzt schon, dass ihm es nicht leicht fallen wird, den Arzt nach dem Geschlecht zu fragen.
    Mach dir selbst also keine Vorwürfe, ich würde in keinster Weise anders reagieren!
    Liebe Grüße

  • Reply
    Mila
    22. April 2017 at 22:16

    Zwei Dinge wollen von mir gesagt sein:

    1. Bist du sicher, dass dein Kind diese Gedanken von dir auch ok findet? Auch wenn man vielleicht solche Geschlechtspräferenzen im Herzen trägt? Sind sie nicht besser dort aufgehoben, diese Gefühle?

    2. Hauptsache gesund: mein Kind kam schwer herzkrank zur Welt…ich finde selbst diesen Spruch „Hauptsache gesund“ so abgedroschen. Für mich galt nach Kinderwunschbehandlungen, vielen Stunden auf Intensivstationenund Tagen voller Angst um dieses Kind nur der Satz: Hauptsache sie lebt…also Hand auf’s Herz: warum um alles in der Welt so einen Mist über Geschlechtswünsche bekunden? Schade…

  • Reply
    Mara
    26. April 2017 at 14:08

    Liebe Mona

    Unser Erstgeborener ist auch ein Junge. 😍Bin jetzt i der 25SSW, vor zwei Wochen waren wir beim Ultraschall und der Gyni teilte uns mit es werde ein Mädchen. Ich weinte vor freude aber geglaubt habe ich es nicht wirklich. Auf dem Nachhauseweg hatte ich dann sehr gemischte Gefühle ich freute mich das mein Traum eine Mädchenmama zu werden in Erfüllung geht war aber auch ein wenig traurig weil ich und mein Partner die Vereinbarung getroffen haben das wenn es ein Mädchen wird das letzte Kind ist….. Wie gesagt habe ich nicht wirklich geglaubt das es ein Mädchen ist und habe am selben Abend nochmal den Untersuchungsbericht gelesen und wollte meinen Augen nich trauen da stand „Geschlecht XY der Patientin mitgeteilt“! OK dachte ich mir das muss ein Schreibfehler sein. Am nächsten Tag hab ich in der Klinik angerufen welche mir bestätigte das auf dem Ultraschallbild zu 95% zu erkennen ist das es nochmal ein kleiner Junge ist. Ich war im ersten Moment extrem traurig und auch ich schäme mich für diese Gefühle! Ich erwische mich immer mal wieder mit den Gedanken wie schöb es doch wäre ein Mädchen zu haben aber freue mich auch riesig auf meinen kleinen Rabauken! Mein Traum eine Mädchenmama zu sein geht vlt. nicht mehr in Erfüllung aber dafür mein Traum eine 3-fach Mama zu sein. Es tut mir sehr leid für all die Frauen die keine eigenen Kinder bekommen dürfen oder die Mamas deren Kinder nicht gesund sind….. aber leider kann man seine Gefühle nicht steuern!

  • Reply
    Piratenmama
    30. April 2017 at 22:19

    Ich gehöre zu den Müttern, die jahrelang üben, nach Jahren mit Hormonen schwanger werden, nur um dann eine Totgeburt zu haben, nochmal das alles über sich ergehen lassen müssen, eine grauenvolle SS mit monatelangen KH-Aufenthalten und ganz strengem Liegen über sich ergehen lassen müssen, um dann endlich das ersehnte Wunschkind (ein Junge) im Arm zu halten.
    Die 2. SS erfolgte sofort nach absetzen der Pille, es verlief alles super entspannt und dann bekam ich die Nachricht „wieder ein Junge“. Ich war am Boden zerstört. Ich wollte so sehr ein Mädchen und sollte jetzt die nächste Horrorschwangerschaft wieder „nur für einen jungen“ durchstehen?!
    Ich weiß ja, wie glücklich ich mich schätzen kann, ein gesundes Kind zu bekommen.
    Dennoch habe ich tatsächlich bis zur Entbindung teilweise sehr abfällig über mein Kind gesprochen. Nicht bewusst, aber eine Bindung wollte nicht aufkommen.
    Aber dann hielt ich ihn im Arm und er war einfach perfekt! Jetzt ist er unser Sonnenschein und ich verstehe wirklich nicht, wie ich mir jemals etwas anderes wünschen konnte.

  • Reply
    Sabine
    1. Mai 2017 at 10:48

    Ein super Beitrag und genau meine Gefühle.
    Ich bin Mama von 3 Jungs. „Nur“ Jungs. Ich LIEBE ALLE DREI und möchte keinen missen und bin dankbar, dass ich drei gesunde Kinder habe.
    Aber, ich wäre schon sehr gerne eine Mädchenmama geworden…
    Ich versuche fast täglich den Gedanken beiseite zu schieben und mich damit abzufinden. Es hört sich alles so blöd und gemein an… Aber ich kann meine Gefühle nicht steuern. Und dann kommen auch noch die blöden Kommentare von aussen. Na, das vierte wird dann ein Mädchen. Bestimmt nicht böse gemeint, aber mich trifft es voll! Es wird kein viertes kommen. Mit meinem Glück bekommen wir Zwillinge…nochmal zwei Jungs! Der Gedanke daran lässt mich immer ein wenig schmunzeln.
    Ich bin sehr glücklich wie es ist, aber es kommt in mir drinnen immer kein kleines ABER

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