Wer mich sucht, der findet mich seit einiger Zeit vor allem abends schon etwas früher im Schlafzimmer, zwischen den Decken, eingekuschelt mit Tee und meinem Mann an der Seite, während wir eine Serie oder einen Film am Laptop schauen. Wenn man schon das eigene Schlafzimmer renoviert, dann sollte man es auch zu mehr verwenden als nur zum Schlafen. Hey, damit meine ich nicht das, was ihr jetzt vielleicht denkt, aber so ein Abend im Bett statt auf dem Wohnzimmersofa, hat doch etwas von früher, als man noch daheim bei den eigenen Eltern wohnte und sich im Bett quasi das halbe Leben abgespielt hat. Dort wurden Hausaufgaben gemacht, Filme geschaut, gegessen, mit Freundinnen getratscht, beim ersten Liebeskummer bitterlich geweint…alles spielte sich im Bett ab. Aber, warum das Schlafzimmer für mich als Mama von zwei kleinen Jungs auch heute noch wahnsinnig viel Bedeutung hat und wie wir unser Schlafzimmer mit etwas Tafellack an der Wand aufgepeppt und zu einem Ort der Gemütlichkeit gemacht haben, das verrate ich euch heute in diesem Gastbeitrag auf dem Mamarazzi-Blog.

Aber erst mal zu mir, wer bin ich und was mache ich hier? Ich heiße Sabrina, bin Mama von zwei kleinen Buben, Maximilian bald 4 Jahre und Alexander anderthalb Jahre. Gemeinsam mit meinem Mann und zwei Katzen leben wir in einem kleinen Reihenhaus in Österreich. Als Vollblutmama und Vollzeitbloggerin gebe ich auf meinem Blog (starlightsinthekitchen.com) als auch bei meinem Instagram-Account immer wieder ein paar Einblicke in meinen Alltag und unserer Familienleben. Dazu gehört auch, dass ich gerne unsere Einrichtung zeige und praktische DIY-Tipps gebe.
Und genau solche DIY-Tipps findet man auch in unserem Schlafzimmer, das wir vor Kurzem neugestaltet haben. Zuvor war dieser Raum eher karg, mit billigen Möbeln ausgestattet und kaum dekoriert oder schön eingerichtet. Irgendwie hat mich das in den letzten Monaten aber immer mehr gestört, denn das Schlafzimmer ist ja eigentlich viel mehr als nur ein Raum zum Schlafen. Klar, Körper und Geist brauchen und suchen Ruhe und diese finden sie am besten im eigenen Bett auf einer komfortablen Matratze, eingekuschelt in Decken und Polster. Aber das Schlafzimmer ist für mich viel mehr als das, es ist ein Ort an dem die Familie entsteht, zusammenkommt, sich tröstet, über Träume spricht und der Alltag abends seinen Abschluss findet, um morgens wieder mit neuem Elan und Energie los zu starten.
Seit mich mein großer Sohn Max vor knapp vier Jahren zur Mama gemacht hat, hat sich für mich auch die Bedeutung eines Schlafzimmers verändert, denn wo früher nur geschlafen wurde, kommt heute erst richtig Leben in diesen Raum. Ich habe meine Babys die meiste Zeit im Schlafzimmer gestillt, sie dort in unzähligen Nächten völlig schlaftrunken gewogen, getragen und beruhigt. Aber auch jetzt, wo meine Buben schon lange keine Babys mehr sind, kommen sie immer wieder unter unsere Bettdecke gekrabbelt und abends werden noch in Mamas und Papas Bett Geschichten erzählt oder Bücher vorgelesen. Das Schlafzimmer ist ein Ort, an dem ich aber nicht nur besondere Momente mit meinen Kindern verbracht habe, sondern auch immer wieder meinem besten Freund und Seelenverwandten einen Gute-Nacht-kuss geben darf, mit ihm Sorgen und Gedanken teile und mit einem Gefühl der Geborgenheit einschlafen kann. Ja, so ein Schlafzimmer hat wirklich sehr viele Facetten und daher fand ich es nur angebracht, dass wir diesen Raum in unserem Haus, in dem wir nun bald schon drei Jahre leben, in ein besseres Licht rücken.

Wir haben also unsere alten Möbel rausgeschmissen und uns ein neues Bett, neue Nachtschränke und einen Kleiderkasten gekauft. Die neuen Möbel sind alle aus Kiefer, in weiß lackiert und somit Vollholz-Möbel, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann. Zuvor hatten wir Betten, die einfach nur aus Sperrholzplatten zusammengeschraubt wurden und nach gerade mal 2 Jahren schon den Geist aufgegeben haben.

Beim Thema Kleideraufbewahrung haben wir uns für einen teils offenen, teils geschlossenen Kleiderschrank entschieden. Weil wir eine kleine Nische in unserem Schlafzimmer haben, die bis zum Make-Over vom bis dato riesengroßen Kleiderkasten verdeckt war, haben wir diese nun Holzleisten und Regalen ausgestattet und so einen kleinen offenen Schrank erhalten, in dem ich meine Pullover, Shirts, Jeans und Strumpfhosen ganz praktisch unterbringen kann.

Daneben steht noch ein kleiner weißer Kasten, im Landhausstil, in dem die Hemden meines Mannes, ein paar meiner Tops und Kleider sowie Jeans und Shirts meiner besseren Hälfte ihren Platz finden.
Weil ich mich in der Vergangenheit meist über im Schlafzimmer herumliegende Klamotten geärgert habe, wollte ich zuerst einen stummen Diener oder einen Kleiderständer kaufen. Zum Glück kam mir an dieser Stelle aber Pinterest in die Quere und damit auch einige interessante Inspirationen rund ums Thema offener Kleiderstangen. Kurzerhand montierten wir eine alte hölzerne Kleiderstande mittels Stockschrauben an die Wand. Als Unterstützung wurde auch noch eine Nylonschnur von der Decke herab befestigt, um der Kleiderstange die nötige Stabilität zu verleihen. Somit können wir nun Kleidung, die wir bereits getragen haben, aber gerne noch einmal anziehen möchten, ganz praktisch auf Kleiderbügel aufhängen. Für mich ist diese simple Lösung schon ein echt genialer Lifehack, aber zum genialsten Highlight kommen wir gleich noch: Der schwarzen Wand im Schlafzimmer.

Dieser Hingucker begeistert auch auf Instagram einige meiner Follower und jeder, der schon persönlich einen Schritt in unser Schlafzimmer gemacht hat, ist von dieser Wand begeistert. Der Kontrast zwischen der schwarzen Wand und den weißen Möbeln verleiht diesem Raum wirklich wahnsinnig viel Gemütlichkeit. Wir haben einen Schultafellack zum Anstreichen verwendet und anschließend alte Bilderrahmen vom Flohmarkt, die wir zuvor mit Kreidelack weiß lackiert haben, aufgehängt.

Weil mir die Wand nur mit den Bilderrahmen zu karg war und ich mich sowieso gerne künstlerisch austobe, habe ich mit Kreide ein paar Bilder und Sprüche in die Rahmen gemalt und diese mit einer Pflanzenranke verbunden. Das Ergebnis gefällt uns so gut, dass ich ehrlichgesagt gar nicht weiß, ob ich es jemals wieder wegwischen und neue Chalk Art an die Schlafzimmerwand malen möchte. Unser ältester Sohn jedenfalls, schnappt sich gerne mal die Kreide und hinterlässt ein paar Zeichnungen auf unserer Wand.

Unser Schlafzimmer ist für mich also eindeutig zu einem Lieblingsplatz geworden und ich freue mich jeden Abend darauf, mich in mein Bett zu kuscheln, meinem Mann gute Nacht zu sagen und früh morgens mit meinen Kindern noch mal eine Runde zu kuscheln.


Alles Liebe,
Sabrina

Mehr von Sabrina? Hier geht’s zu ihrem Instagram-Account

 

Hi, ich bin Ramona. Sagt doch einfach Mona zu mir! Wenn Wäscheberge wachsen und das Chaos jeden Tag von vorn beginnt, weißt du, dass du mitten im Familienleben steckst. In unserer Welt geht es um die schönen Dinge des Alltags und das Leben mit Kind, auch mal durch Kinderaugen zu entdecken. Von unseren Kindern können wir den naiven, neugierigen und unverbrauchten Blick auf die Welt wieder erlernen. Mein Sohn Kian ist bald 1 Jahr und ein richtiger Wirbelwind. Langweilig wird es uns nie. Mit uns reist ihr durch das kunterbunte Familienleben mit kochen, basteln, nähen und Reisen in ferne Länder. Ich als Workingmom lasse meiner Kreativität an der Nähmaschine freien Lauf. Somit findet ihr einige handgemachte Lieblingsstücke in meinem Shop. Es sind die kleinen Dinge, die uns bewegen und zur Besonderheit werden.