Seine Augen leuchten. Ihre auch. Und sie strahlt. Sie hat eine so wundervolle, positive und fröhliche Ausstrahlung. Und ein gutes Herz hat sie. Das spürt man sofort. Und während er redet und von Asien erzählt, fährt er sich jedes Mal dabei, fast schon verlegen, durch seine braunen langen Haare. Sie strahlen alle beide, wenn sie von Asien und ihrer Reise erzählen. Wenn sie davon erzählen, wie es überhaupt dazu kam und das sie heute stolz sind. Auf sich und stolz darauf, wieviele Menschen sie schon inspirieren konnten. 

Sie steht auf, geht zum Laptop und stellt ihn mitten auf den Tisch. „Wollen wir ihn uns anschauen?“ fragt sie. „Ja, gerne“ antworte ich. Sie drückt auf Play und ich sehe Benni. Benni, wie er in einem Flughafen steht. Ein Flughafen irgendwo in Vietnam. Ein kleinerer Flughafen muss es gewesen sein. Denn von dort fliegen Propellermaschinen. Zumindest sehe ich in der Ferne eine stehen. Er lächelt in die Kamera. Seinen Rucksack hat er umgeschnallt und ein Baby auf dem Arm. Seinen Sohn, der damals gerade einmal sechs Monate alt gewesen sein muss. Er läuft zur Tür und öffnet sie. Im Hintergrund wartet bereits das Flugzeug. Er läuft direkt darauf zu und winkt in die Kamera. Es ist eine dieser Maschinen, die sie zu einem anderen Ort bringen sollte. Immer und immer wieder. Quer durch Süd-Ostasien. „Als ich diesen Gedanken hatte, hatte ich Gänsehaut am ganzen Körper“ sagte er und spricht davon, wie es sich fühlte, als er sich zu all dem entschloss. Als er sich dazu entschloss, seinen ganzen Leben einmal von Grund auf umzukrempeln.

Alles auf Neu

Sie hatten gut bezahlte, sichere Jobs. Er bei der Bank. Sie als Flugbegleiterin. Ihr Leben? Wie ein Hamsterrad – so sagen sie. Und aus diesem wollten sie ausbrechen. Die Welt entdecken. Sich selbst entdecken. Sie hatten nichts zu verlieren. Und dieser Mut sollte belohnt werden. Sie erlebten das größte Abenteuer ihres Lebens. Sie tauchten ab in fremde Kulturen, ließen sich von atemberaubenden Naturschönheiten faszinieren und lernten sich selbst, so viel besser kennen.

Von wem ich hier nun die ganze Zeit spreche? Von Sandy und Benni. Sie sind die Familie hinter der erfolgreichen YouTube Channel lifewithsandiandbenni. Sie sind die Eltern der beiden wundervollen Kinder Liam und Mael. Sie sind die Familie, die vor drei Jahren mit ihrem Baby auf Weltreise ging und sich dabei filmte. Immer und Überall. Mit ihrem Channel ließen sie uns an ihrer Reise, an ihren Erfahrungen an ihren Erlebnissen teilhaben. Fast schon live sahen wir mit ihnen fremde Länder, fremde Kulturen, spielende und lachende Kinder, veganes Essen, beeindruckende Wasserfälle, weiße Sandstrände, leuchtend grüne Reisterrassen und atemberaubende Tempelanlagen. Wir sahen, wie Liam anfing zu krabbeln und seine ersten Schritte wagte und seinen ersten Geburtstag in Bali feierte. Bali – ihr Zentrum des Friedens. Hier kamen sie an. Tauchten ab. Ganz tief in die indonesische Kultur. Ließen sich inspirieren. Und doch – bei all dem zeigten sie nicht nur eben diese schönen Seiten der Reise auf, sondern auch die nachdenklichen. Die unangenehmen. All diese Themen, die nicht in diese oberflächliche Seifenblase passt, in der sich heute noch so viele von uns bewegen. Sie ließen uns auch an ihrer spirituellen Entwicklung teilhaben. Und irgendwann, während dieser Entwicklung, irgendwo in Bali entstand die Idee zu einem Film. Einem gemeinsamen Film. Zusammen mit sechs Paar Schuhe.

Lebe jetzt – nicht irgendwann

Spät am Abend. Wir sitzen zusammen und unterhalten uns. Insbesondere natürlich über den Film. So erzählt Sandy mir, wie sie damals auf diese hübsche blonde Familie stießen. Auf Thor und Maria. Und ihre vier Kinder. Wie beeindruckt sie davon war, dass diese mit all ihren Kindern durch die Welt reisten.Ich wollte wissen, was die beiden eben zu dieser Produktion eines solch aufwendigen und umso mehr inspirierenden Films bewegt hat.

Sandy überlegt kurz und antwortet dann:

Die Inspiration kam durch Thor. Er hatte die Idee. Und wir? Wir waren sofort Feuer und Flamme und hatten richtig Lust den Film zu machen. So hatten wir die Chance die Reise nochmal zu erleben. Nur quasi dann in einen Film gebündelt. All die Erlebnisse, all die Bilder. Und wir haben so die Chance, unsere Message zu formulieren. Nochmal aufzuzeigen was sich alles in unserem Leben verändert hat, was die Reise am Ende alles mit uns gemacht hat. In unseren Köpfen. In unserer Einstellung.

Ich nickte und überlege. Ja, auch uns hat die, wenn auch im Vergleich sehr kurze, aber eben nicht minder abenteuerliche Reise durch Asien geprägt.

Benni lächelt und erzählt weiter: Alles fing schon bei den Vorbereitungen an. Hier setzten wir den Minimalsmusgedanke direkt um. Wir verkauften alles, was wir nicht brauchten und alles was keinen Platz mehr in unsere Rucksäcke fand. Man braucht auch all diesen Kram nicht.. All das ist Ballast. Wir haben gelernt, dass minimalistisch zu denken und umzusetzen, kein großer Verzicht bedeutet: denn man hat trotzdem genug. Man hat immer genug.

Ich sah uns durch Asien reisen. Ebenfalls nur mit zwei Rucksäcken beladen. Und es stimmte. Obwohl wir so wenig wie möglich dabei hatten, um flexibel zu bleiben, um uns einfacher bewegen zu können, fiel es kaum auf. Es fehlte uns an nichts. Denn wir brauchten nicht viel. Nur Zeit füreinander Miteinander. Und die hatten wir.

Auch das hat uns viel bedeutet, greift Sandy auf. Die gemeinsame Zeit füreinander. Als Eltern Zeit mit unseren Kinder zu haben. Gemeinsam die Natur zu erleben, die Abenteuer zu begehen. Wir hatten die Chance Liam gemeinsam kennen zu lernen. Er hatte zwei Hauptbezugspersonen und wir konnten beide für ihn da sein. 

Oh ja. Ich wusste genau wovon sie sprach. Die Zeit dort: es hat uns zusammen geschweißt. Dass wir gemeinsam dieses Abenteuer wagten. Ohne Angst. Nur voller Freude. Freude auf die gemeinsame Zeit, die wir dort verbringen durften. Ganz weit weg der Gedanke, dass es anstrengend werden könnte. Dass es immer ein „Aber“ geben würde. Dass irgendwo immer einer daran zweifeln würde. An dir zweifeln könnte. An deiner Verantwortung. Dass man selbst auch Angst haben darf. Sie zulassen darf. Sich ihr aber auch stellen darf. Denn man kann es wagen. Dann, wenn es sich gut anfühlt. Wenn man sich stark genug dafür fühlt.

Es gibt keine falschen Entscheidungen, es gibt nur Entscheidungen

Wir diskutieren und überlegen, welche Stelle des Filmes uns persönlich am meisten bewegt hat. Welche Momente es waren, die uns bewegt haben. Für mich gab es viele und es fällt mir schwer eine herauszufiltern.

Es gibt eine Stelle im Film, sagt Sandy, die mich wahnsinnig inspiriert hat und die mir besonders gut gefällt. Es ist eine Unterhaltung im Film, die Thor dabei zeigt, wie er sich mit einem anderen Reisenden unterhält. Zu diesem sagte er nämlich, dass es ihm immer noch sehr schwer fällt  eine Entscheidung für die Kinder zu treffen. Das diese Verantwortung schwer auf ihm Lasten würde. Er hat einfach ständig Angst eine falsche Entscheidung zu treffen. Die Antwort seines Gegenübers ist simpel wie treffend: Es gibt keine falschen Entscheidungen, es gibt nur Entscheidungen. Sandy nickt. Ja – diesen Satz fand ich einfach mega mega toll.

So ist es, sagt Benni. Man muss ja nicht gleich losziehen und eine Weltreise machen. Das Wichtigste ist, dass man einfach sofort ins Leben startet. Sofort und nicht auf diesen ominösen Tag X wartet. Sondern sein Leben selbst in die Hand nimmt. Gestalte dein Leben einfach so, dass du nicht davor fliehen musst.

Er steht auf und schaltet das Licht ein. Wir sind müde. Es ist auch schon spät. Wir sollten jetzt vielleicht doch besser schlafen gehen und von Meer und Sonne träumen.

Gute Nacht, sagt Sandy und fügt hinzu. Ich finde, jeder sollte einfach nur das Schönste aus seinem Leben machen. Und sei es eine Reise, ein Jobwechsel oder eben eine neue Umgebung. Einfach Alles. Alles was einen glücklich macht.

Eure Teresa

Verlosung

Den Film „Zwei Familien auf Weltreise“ gibt es jetzt als Weihnachtsspezial auf DVD.

Allerdings nur für kurze Zeit. Bis zum 26. November um genau zu sein. Daher: schnell zuschlagen. Oder bei unserem Gewinnspiel mitmachen. 

Wir verlosen nämlich exklusiv 4 DVD’s unter euch. Lasst uns einfach ein Kommentar hier unter diesem Beitrag und erzählt, was ihr gerne in eurem Leben verändern würdet. Am kommenden Sonntag losen wir den Gewinner aus.

Viel Erfolg

 

 

Hi ich bin Teresa. Studierte Medienmanagerin und leidenschaftliche Redakteurin. Meine Modeaffinität hat mich aber auch zwischenzeitlich mal die Branche wechseln lassen und so war ich zuletzt als Shopmanagerin bei Inditex tätig. Aktuell lebe ich aber ganz nach dem Motto: „Mein Alltag ist ihre Kindheit“. Ich versuche jeden Tag zu einem kleinen Abenteuer für uns zu machen. Mit einem tollen Mann an meiner Seite, einer wundervollen Tochter, die im Mai 2017 zur großen Schwester upgegradet wird, gestalten wir unseren Alltag so bunt wie möglich. So reisen wir gerne, ob durch Asien oder Europa. Und versuchen einfach immer wieder unseren persönlichen Interessen treu zu bleiben und sie gemeinsam auch zukünftig mit unseren Kindern zu vereinbaren. Kinder machen unser Leben nämlich nur noch lebenswerter: wir müssen es nur zulassen.