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Kanga // Fit mit Baby

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„Schritt nach rechts, Schritt nach links – vier Schritte nach hinten – Mambo rechts – Cha-Cha-Cha – Mambo links und eine Drehung“. Hört man die Anweisungen der Kanga-Trainerin, die übrigens auch ausgebildete Hebamme ist, könnte man denken, es handle sich um eine ganz normale Tanzstunde. Ist es auch irgendwie: nur eben mit Babies in der Trage.

Kanga Stulpen

Kanga (von Känguruh, explizit das von Winnie Pooh)  ist noch eine relativ neue Sportart,

erst vor sechs Jahren wurde das Konzept von einer Personal-Trainierin entwickelt. Die Österreichern wollte nach dem Baby wieder fit werden, das Kleine fand es aber gar nicht gut dafür abgelegt zu werden. So wurde die Idee geboren, Fitness mit Kind am Körper zu machen. Mittlerweile wird das Training in über 25 Ländern angeboten. Die Kinder tragen dabei übrigens bunte Stulpen (siehe Bild oben), obenrum spüren sie Mamas Körperwärme, ihre Beine und Füße sollen aber nicht auskühlen, daher die lustigen Strümpfe.

Kanga Kurs

Ich habe mit Louis im Juni in Essen angefangen, da war er 5 Monate alt. Wir hätten auch früher einsteigen können, denn die Voraussetzungen sind, dass man einen Rückbildungskurs abgeschlossen hat und vor der ersten Stunde eine Trageberatung mitmacht. Allerdings sind die Kurse so beliebt, dass wir leider erst im Juni einen Platz bekommen haben.

Kanga Choreo

Zum Ablauf: Am Anfang der Stunde, werden verschiedene Aufwärmübungen gemacht, entweder, mit den Babies als Gewicht, z.B. auf der Stelle laufen und die Kleinen nach oben strecken oder die Kinder liegen (krabbeln) in der Mitte und die Mamas machen z.B. den Sonnengruß. Dann beginnt mein Lieblingspart: Die Kinder kommen in die Trage und es werden (einfache) Choreographien getanzt. Das Schwierige daran ist nicht nur das Gewicht, welches in Form des Kindes an einem hängt, sondern, die Bewegungen so weich auszuführen, dass die Kleinen, etwas überspitzt ausgedrückt, sich nicht von dem Gewackel übergeben müssen. Nach etwa der Hälfte der Stunde, schlafen übrigens fast alle Kinder in der Trage. Sie lieben das Geruckel und die Nähe zu ihrer Mama.

Kanga Mamas

Dann folgen die Repeater-Übungen, die wirklich anstrengend sind, ziemlich zackig werden hier „Kneelifts“ und „Sidesteps“ bis zu 8 Mal wiederholt, diese Phase des Unterrichts kann einem lang vorkommen. 😉  Am Ende wird der Beckenboden trainiert, denn damit sollte nach der Rückbildung nicht Schluss sein. Dieser Bereich unseres Körpers hat durch die Geburt eine Menge mitgemacht, leider auch eine Schwachstelle bei uns Frauen, die bei Nichtbeachtung zu Inkontinenz führen kann. Und das wollen wir ja nicht, oder? Mit Schrecken denke ich da an das Ende der Schwangerschaft zurück, wo schon ein Lacher oder Nieser ein paar Tröpfchen entweichen ließen…

Kanga Repeater

Ich habe insgesamt zwei Kurse gemacht, zu Beginn des zweiten wanderte Louis auf meinen Rücken, was ab einer gewissen Größe wirklich angenehmer ist. Natürlich ist ab da dann auch das Gefühl von Nähe und Geborgenheit für die Mama reduzierter, denn ich habe es gerade am Anfang total genossen, Louis auch beim Training ständig zu küssen und seinen Kopf zu halten. Aber – und das ist die leider die grausame Wahrheit, er kann seinen Kopf jetzt prima selbst halten und quietscht auf dem Rücken vor Freude, weil er alles sehen kann und die Bewegung liebt. Natürlich nur, bis er einschläft…

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Mein Fazit: Kanga ist ein tolles und effektives (nach der Stunde müssen Mamas T-Shirt und Babies Body gewechselt werden, da sie durchgeschwitzt sind)  Training für Mamas, die gern kleine Choreographien tanzen. Ich habe vorher Zumba gemacht und finde Kanga, ist eine tolle Mama-Alternative. Außerdem stärkt es die Bindung zum Kind, da es für den Sport nicht abgeben wird, sondern ganz nah dabei ist. Auch bei Schrei-Babies, soll Kanga Wunder bewirken – sie entspannen und schlafen. Es sorgt außerdem für einen starken Rücken und ermöglicht so längeres Tragen im Alltag. Ich fand es außerdem toll,  andere Mamis zu treffen und Louis hatte Kontakt zu anderen Babies. Ihr merkt schon, ich spreche in der Vergangenheit. Genau! Mir persönlich, wurde Louis nun zu schwer, gerade die Repeater-Übungen haben sich zuletzt angefühlt, als sollte ich mit einem Kasten Bier auf dem Rücken auch noch auf einem Bein balancieren. Er ist nun fast 11 Monate alt und wiegt über 9 Kilo. Es gibt aber auch Kanga-Mamas, die machen weiter bis die Kinder 18 Monate alt sind. Wir hatten also letzte Woche unsere letzte Stunde und ich bin ein bisschen wehmütig. Der wöchentliche Besuch war ein festes Ritual und ich weiß leider auch, dass es kein Zurück gibt, außer mit Louis‘ Bruder oder Schwester und dahaaaas weiß ich noch nicht so genau. 😉

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Ich höre aber nicht mit Kanga auf! Ab Dezember mache ich Kanga Burn, diese Art des Kanga ist ohne Kind, für Mamas, die nach den Kanga-Kursen noch weiter an sich arbeiten möchte. Das Programm  basiert auf neuesten sportwissensschaftlichen Erkenntnissen und man soll pro Stunde 800 Kalorien verbrennen. Ich bin gespannt und ich hab‘ Angst! Denn da gibt’s kein Schmusen mehr mit einem Baby in der Trage, da muss Mutti dann richtig ackern! DENN: Der nächste Sommer kommt bestimmt!

 

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