Ok – durchatmen. Das schaffst du. Du musst dich nur konzentrieren und besinnen. Besinnen auf die wirklich wichtigen Dinge, die du brauchst. Alles andere ist egal. Da stand ich. Zwei Tage vor Abreise. Vor einem riesigen Haufen Klamotten. Einen Berg an Sachen, die alle mit sollten. Mit nach Mexiko. Denn dorthin sollte es gehen: für die nächsten vier Wochen. 

Über drei Wochen lang sammelten sich die Sachen an. Mein Mann und ich packten immer wieder mal etwas auf „den Haufen“. Nach dem Motto „Oh ja – das muss noch mit und das darf nicht fehlen“ wuchs und wuchs der Berg. Doch dann: zwei Tage vor Abreise, quasi auf den letzten Drücker macht ich relativ schnell kurzen Prozess mit all dem unnötigen Quatsch, den wir definitiv nicht auf unserer Reise dabei haben brauchten. Unter Druck lässt es sich am besten arbeiten. So geht es mir zumindest und so ging es zuerst dem Schuhwerk an den Kragen. Ich meine – wer braucht schon fünf paar Schuhe in Mexiko. Im Sommer. Am Strand. Wir laufen dort eh die meiste Zeit barfuß rum. Generell mistete ich viele „Anziehsachen“ aus. Am Ende schrumpfte diese Ansammlung schon einmal auf ein Minimum. Heißt: jeder hatte am Ende vier Outfits dabei, die sich untereinander gut kombinieren ließen. That’s it. Alles andere ließe sich zur Not nachkaufen.

Ich habe drei goldene Regeln: die auch damals schon galten, als ich die Rucksäcke für Asien gepackt habe. Im Prinzip hat sich nichts verändert.

Schaut mal rein: Asien mit Baby //die ultimative Packliste für das Baby

Mit dieser Anleitung habe ich euch sicherlich schon einmal ganz gut weitergeholfen oder? Da habe ich euch nämlich detailliert aufgelistet, was wir für unsere 10 Monate alte Tochter mit genommen haben – für zwei Monate Asien.

Und das mit dem Klebeband ist doch wohl mal eine super gute Idee, oder? Ok – nicht von mir. Der Basti hatte diesen grandiosen Einfall.

Das Handgepäck

Ja – dieses Mal galt es aber auch neben dem Koffer etwas viel wesentlicheres mit dem allerwichtigsten zu bestücken: das Handgepäck.

Eh immer so ne Sache, ne? Was darf rein, was nicht! Eines sag ich euch. Mit Kindern wird das ganze nochmal zu ner ganz anderen Nummer. Mit Kleinkind und Baby „on Board“ für mehr als 10 Stunden im Flieger unterwegs? Da bekommt so mancher Schnappatmung bei der Vorstellung. Denn eines ist ja wohl jedem klar: sie werden ganz sicher nicht den ganzen Flug über schlafen.

Denn wenn man Glück hat, dann darf man sich bei solch einer Strecke auf 4-5 ruhige Stunden freuen. Vielleicht nicht unbedingt am Stück, aber je nach Tageszeit sind die Kleinen müde und machen es sich gemütlich. Auf Mamas Arm oder auf dem Sitz. Doch, dann bleiben immer noch 5-6 Stunden übrig, in denen es gilt: die Kinder bei Laune zu halten.

Was bei uns im Handgepäck war:

Essen:

  • Snacks. Ganz viele Snacks. Von Broten bis hin zu Keksen. Mit Essen können wir unsere Kindern immer für eine gewisse Zeit ablenken
  • Wasser. Insgesamt drei Flaschen Wasser hatte ich dabei. Und ja: diese darf man mitnehmen und werden einem bei der Kontrolle am Check In nicht entwendet. Familien haben das Privileg mehr als 100ml Flüssigkeit mitnehmen zu dürfen. Immerhin.

Spiele

  • Unzählige Bücher. Und ein Magnetbuch. Ein Tipp von anderen Mamis. Und was soll ich euch sagen? Meine kleinen haben es geliebt, die Figuren im Buch hin und her zu platzieren.
  • Stapelspiel. Bauen. Bauen. Und nochmal bauen. Meine große Tochter liebt es. Und deswegen durfte es nicht fehlen. Im Handgepäck. Das Stapelspiel. Abgesehen davon, dass sie sich Stapel lassen, sind die Tiere super süß und sind bereits ohne ihre Baufunktion ein heiß geliebtes Spielzeug.
  • Das Tablet. Für Peps, Bobo und Co.
  • Das Lieblings Kuscheltier
  • Knete (Achtung, nicht immer gelangt ihr damit durch die Sicherheitskontrollen)
  • Malbuch, inklusive Buntstifte und Sticker.

 

Textilien:

  • Wechselklamotten. Nicht nur für den Fall der Fälle eines Pipi-Zwischenfalls. Immerhin wechselten wir von Winter in den Sommer und die Kinder hatten sicherlich keine Lust in Strumpfhosen und Pullover Mexiko bei 30 Grad willkommen zu heißen.
  • Decken. Zwei Stück hatten wir dabei. Für jedes Kind eines, zum zudecken. Oder sie dienten mir als Kopfstütze. Denkt daran: Im Flugzeug ist es immer kalt.
  • Spucktücher ohne Ende. Warum? Erfahrt ihr gleich.

Alles rund um das Thema: Langstreckenflug mit Baby könnt ihr in einem älteren Beitrag von mir nachlesen.

Denn jetzt möchte ich euch abschließend noch meine absoluten fünf  Must-Haves für jeden Reisekoffer vorstellen:

Dreieckstücher als Sonnenhut

Während ein Sonnenhut mit 99%tiger Wahrscheinlichkeit vom Kopf gezogen wird, passiert das mit einem Tuch auf dem Kopf nicht. Klingt komisch – ist aber so. Verstehe einer meine Kinder. Aber ehrlich gesagt, finde ich sie selbst angenehmer zu tragen, als einen Strohhut. Die meisten Tücher, die meine Mädels bei direkter Sonneneinstrahlung schützen sollen, sind ganz normaler Dreieckstücher.

So simpel wie effektiv. Bei Kleinkind oder Baby. Achtet nur darauf, dass die Tücher groß genug sind. Wenn ihr sie zum Dreieck faltet, sollte die Spitze lang genug sein, um den Nacken zu verdecken.

Natürlich gilt: Die Kinder von der Sonne fern halten und sich nur im Schatten aufhalten. Bei einem Wirbelwind, wie es meine zweijährige Tochter ist, die auch mal gerne zur Mittagszeit noch im Meer toben möchte, fällt das natürlich schwer einzuhalten. Aber auch diese zehn Minuten hat sie unbeschadet überstanden. Dreieckstuch sei Dank.

Bite Away – tschüss lästige Mückenstiche

Mein Retter. Mein Held. Der Bite Away. Nein. Aber mal ernsthaft. Warum wusste ich noch vor zwei Jahren nichts von dieser grandiosen Erfindung? Warum hat mir nie jemand davon erzählt? Und was hätte ich ihn gebrauchen können. 2015. In Asien. In Krabi. Als Mücken mich in nur einer Nacht zerstochen hatten und ich den darauf folgenden Tag kaum laufen konnte, weil mich alles so unfassbar gejuckt hat. Meine Beine. Bei jedem Windstoß hätte ich weinen können.

Man muss aber auch dazu sagen, ich reagiere sehr empfindlich auf Moskitos. Aber sie lieben mich. Sie kommen immer nur zu mir. Nur zu mir. Nie zu meinem Mann.

Aber gut – jetzt gibt es ihn. Den Retter in der Not. Meinen heiß geliebten Bite Away. Er sieht aus wie ein Schwangerschaftstest, erfüllt seinen Zweck aber bereits in 5 Sekunden. Wie er funktioniert? Ganz einfach. Dieses elektronische Gerät zur äußerlichen Behandlung von Insektenstichen und Insektenbissen (wie z. B. von Mücken, Wespen, Bienen, Hornissen oder Bremsen) hilft unmittelbar gegen Juckreiz, Brennen, Schmerzen und Schwellungen. Es ist maximal Verträglich, das es nur mit konzentrierter Wärme wirkt und ist daher (im Gegensatz zu Cremes, Salben und Gels) auch für Schwangere, Allergiker und Kinder geeignet. 

Wie er funktioniert? Der bite away wird mit der keramischen Kontaktfläche auf dem Einstich oder Biss platziert. Nach einmaligem Betätigen einer der beiden Tasten (3 Sekunden für Kinder / 6 Sekunden für Erwachsene) wird eine Temperatur im Bereich um 51°C erreicht und für die gewählte Zeit gehalten. Danach dürftet ihr keine Probleme mehr haben.

Schlafsäcke für die sommerlichen Temperaturen

Wir hatten zwei dabei. Einen aus Baumwolle und einen aus Seide. Einfach nur: perfekt.

Gut für die Haut – unsere Sonnencreme

Die wohl am häufigsten gestellte Frage bei Instagram, während unserer Reise durch Mexiko, war tatsächlich: Welche Sonnencreme benutzt ihr für euch und eure Kinder?

Weleda. Von Geburt an wende ich gerne die Produkte von Weleda an. Und während ich bei Pflegeprodukten gerne auch mal zu das boep zurückgreife und für mich auch gerne mal die gute, alte Sonnencreme von Nivea (Kindheitserinnerung) anwende, so haben uns kurz vor unserem Urlaub die Sonnenpflege Produkte von Weleda erreicht. Und was soll ich euch sagen: ich bin mehr als begeistert. Beide Kinder haben die Pflegeprodukte sehr gut vertragen und

große Mulltücher als absoluter Allrounder

Wer mir schon etwas länger folgt, der weiß ich stehe total auf große Mulltücher und habe sicherlich sechs oder sieben Stück davon, nicht im Schrank, sondern immer – ständig  – in Gebrauch. Wickelunterlage, Decke und Sonnenschutz sind drei Möglichkeiten für die ich sie verwende. Sie waren uns auch in Mexiko ein treuer Begleiter.

Faltenspray! Ein Wundermittel nicht für die Haut, aber für meine knitterigen Kleider.

Egal, wie ich meine Klamotten falte, rolle oder sonst was. Sie werden immer knitterig. Und da hat das Spray wirklich gute Dienste erwiesen. Von der selben Marke hatten wir übrigens eine Probe dabei. „Sportsfreunde“: damit haben wir unterwegs einige Sachen auswaschen können. Wirklich empfehlenswert.

Unser Jetkids

Condor und Eurowings waren unsere Airlines und es hat keine Probleme gegeben. Mit gerade einmal drei Kilo federleicht Gewicht ist er mein absolutes Travel Must-Have.

Meine große Tochter konnte sich im Flieger hinlegen und schlafen. Ich muss euch nicht sagen, was das für ein Segen war, oder? Außerdem ist dort drinnen Platz für Kissen und Decke.

Und zum Schluss noch ein kleiner Tipp: eine wasserdichte Kosmetiktasche (wie diese hier auf dem Foto in pink) ist immer gold wert. Nasse Badeanzüge finden dort ihren Platz und versauen so keine Handtasche mehr.

So! Das war sie aber nun. Meine ultimative Packliste für Mexiko. Bzw. einige kleine hilfreiche Tipps rund um unsere Reise. Oder hab ich eurer Meinung nach etwas wichtiges vergessen?

Ja klar: Last, but not least: die Reisepässe nicht vergessen!

Gute Reise, eure Teresa

Hi ich bin Teresa. Studierte Medienmanagerin und leidenschaftliche Redakteurin. Meine Modeaffinität hat mich aber auch zwischenzeitlich mal die Branche wechseln lassen und so war ich zuletzt als Shopmanagerin bei Inditex tätig. Aktuell lebe ich aber ganz nach dem Motto: „Mein Alltag ist ihre Kindheit“. Ich versuche jeden Tag zu einem kleinen Abenteuer für uns zu machen. Mit einem tollen Mann an meiner Seite, einer wundervollen Tochter, die im Mai 2017 zur großen Schwester upgegradet wird, gestalten wir unseren Alltag so bunt wie möglich. So reisen wir gerne, ob durch Asien oder Europa. Und versuchen einfach immer wieder unseren persönlichen Interessen treu zu bleiben und sie gemeinsam auch zukünftig mit unseren Kindern zu vereinbaren. Kinder machen unser Leben nämlich nur noch lebenswerter: wir müssen es nur zulassen.