Unsere Reise durch die Toskana. Es waren wirklich drei wundervolle Wochen. Und wir haben sie wirklich so sehr genossen. Mit allen Sinnen. Denn es sind nicht nur die großen Weinberge, die duftenden Pinien und schlanken Zypressen, die der Toskana ihren ganz besonderen Charme verleihen. Wir befinden uns auch im Land des guten Essens. Der Oliven. Des Getreides. Des Chianti. Auch wenn letzteres für mich noch tabu war, habe ich dennoch richtig schlemmen dürfen. Und es schmeckte lecker. Die Steinofen Pizza, die selbstgemachten Pasta – die Bolognese. Oh, wie wahr: die Menschen hier, wissen wirklich wie La Dolce Vita funktioniert. Sie wissen es, und setzen es auch um. Denn sie wissen, wie man das Leben so richtig genießen soll.  Die Toskana – mein Sehsuchtsort. Steckt er doch voller, so vieler bedeutsamer Namen, die sofort typische Bilder erzeugen: San Gimignano, der Ort, dessen Bürger in einen kuriosen Wettstreit um den größten Turm am Haus getreten sind. Siena, der Campo, der Palio. Florenz, die mächtigen Medici, der David von Michelangelo, Uffizien, Ponte Vecchio. Pisa, der schiefe Turm und Galileo Galilei. Vinci, das Geburtshaus von Leonardo. Ich könnte ewig weiter schreiben.

Meine persönlichen Highlights

Bei all dem, was wir erlebt haben, gibt es so Vieles was ich hier jetzt aufzählen könnte. Doch bei all den schönen Spaziergängen, Besichtigung und dem tollen Essen kann ich mich dennoch entscheiden und für mich persönlich, die ganz besonders tolle Momente heraus filtern. Da wären zum einen das grandiose Schokoladeneis, das weltbeste, welches wir in San Gimignano gegessen haben. Der Anblick meiner Tochter, die sich mit ihrem Becher gegenüber der Eisdiele auf den Brunnen setzte und in Mitten all der Touristen, in aller Seelen Ruhe, ihr leckeres Eis, in vollen Zügen und  mit ganzem Körpereinsatz genoss, wird mir definitiv in Leben lang Erinnerung bleiben.

Oder zum anderen die einzigartige Zypressenallee, die nach Bolgheri führt. Und mit ihren 2500 Zypressen, auch die engste Allee der Welt. Unbedingt wollte ich hier ein Foto machen. Und das bekam ich auch. Und danach ging es Essen. So richtig lecker. In einer traditionellen Enoteca. Mitten in Bolgehri. Unbedingt zu empfehlen ist es wirklich. Ein kurzer Spaziergang durch dieses Örtchen.

Dann natürlich, und eigentlich auch an erster Stelle meiner persönlichen Highlights zu erwähnen, wäre da, der Besuch meiner Familie in Florenz. Meiner sehr großen Familie. Dort, wo wir jeden Abend gemeinsam am Tisch saßen. Während in der Küche, im Wohnzimmer und im Kinderzimmer gleichzeitig der Fernseher lief. Ich erinnere mich noch gut, an die bunten, lauten, lustigen und emotionalen Abende mit ihnen. An denen wir lachten und quasselten. Bis spät in die Nacht. Abende, an denen unsere Kinder bis Mitternacht durch’s Haus rannten, um dann irgendwann hundemüde ins Bett fielen.

Ich erinnere mich an unseren Ausflug zum Piazza Michael Angelo. Meinen ersten Ausflug dorthin, gemeinsam mit meiner, eigenen kleinen Familie. Wo ich sonst immer alleine stand und den Blick über diese historische Stadt genoss, stand ich nun mit meinem Mann und meinen beiden Töchtern.

Und während die eine alles verschlief in der Trage, tobte die andere auf dem riesigen Platz. Immer um die große Statue herum, den Tauben hinterher. Florenz, ein Ort, der für mich ein Stück Heimat bedeutet. Dort, wo ich mir auf der Ponte Vecchio ein Armband kaufte. Als Erinnerung. Für die Ewigkeit.

Niemals, nie werde ich den Blick über die Maremma vergessen, den wir vom Balkon unserer Unterkunft jeden Tag geniessen durften. Diese wundervolle, fast schon wie gemalte Landschaft. Mit all ihrer Kraft und Ruhe, die sie ausstrahlte,  fanden wir hier unsere kleines, ganz eigenes Paradies und tankten ganz viel Energie auf.

Der Strand von Castiglione della Pescia. Mit den vielen kleinen Bagnos, die sich entlang der Küste reihten. So bunt. So kitschig. So ursprünglich. Und vor allem eines. So wunderbar Retro, dass man tatsächlich meinen konnte, hier blieb die Welt in den 50igern einfach stehen.

Am Ende waren es die Kleinigkeiten, die diese Tour so besonders machten. Kleinigkeiten, wie das weltbeste Cornetto aus der Panetteria Grosettos, die wundervolle Einfahrt zu unserer Unterkunft in Lucca, der volle Spielplatz in Siena oder auch der ursprüngliche Bauernhof in Vada, mit all seinen Schafen, Katzen und Ziegen machten unsere Reise so besonders.

Unsere Route und Unterkünfte

So richtig, strikt und durchorganisiert waren wir so gar nicht. Auch mit zwei Kindern im Schlepptau dachten wir nicht daran und festzulegen, wo und wie lange wir bleiben wollten. Wir wollten uns treiben lassen und spontan entscheiden. In der Nebensaison ist dies auch definitiv möglich. Am Abend vorher für den nächsten Tag eine Unterkunft zu organisieren war kinderleicht. Die meisten Unterkünfte buchten wir übers Internet. Über eine der typischen Plattformen. So kauften wir uns Flugtickets bis Pisa und buchten nur die erste Unterbringung. Ein paar Autominuten von Pisa war sie entfernt, war der Edenpark. Und schien perfekt. So holten wir den Mietwagen und kehrten abends dort ein. Es war geräumig, inklusive Frühstücksbuffet. Sogar mit Pool.

Von dort aus ging es weiter. Nach Vada. Mit dem schönen Bauernhof Il Trispece hatten wir ein gutes Händchen bewiesen. Hier beschlossen wir eine Woche zu bleiben. Die Kinder fühlten sich wohl, ich kochte täglich an unserem Gasherd und besorgte die dafür notwendigen Nahrungsmittel aus dem dazugehörigen Hofladen. Ob saisonales Gemüse, selbstgefertigtes Tomatensugo oder Öl. Alles, was wir brauchten, fanden wir hier. Würde ich je wieder andere Auberginen essen können, als von dort? Ich weiß es nicht. Probiert habe ich es hier bisher nicht. Zu lecker die Erinnerung daran. Während mein Mann sich an dem überdimensionalen Weinfass bediente und lediglich 2 Euro pro Liter dafür zahlte. Könnt ihr euch vorstellen: es herrschte eine ausgelassene, fröhlich und auch mal leicht angetrunkene Stimmung. Seitens des Mannes. Versteht sich, oder?

Von hier besuchten wir Bolgheri, Cecina, Casale Marittimo und all die schönen, umliegenden Strände. Nach knapp einer Woche zogen wir weiter. In den Süden der Toskana.

Nach Casteligione della Pescia. Le Galere, so die Unterkunft, war unser persönlicher Favorit. Bis auf einen Ausflug nach Grosseto genossen wir hier einfach nur, inmitten der idyllischen Maremma mit ihrer wundervollen Landschaft die warme Sonne. Und sie wärmte. So sehr, dass ich mir hier den ersten Sonnenbrand des Jahres einfing. Die Unterkunft hatte auch wieder alles was wir brauchten. Sogar mehr. Waschmaschine, drei Zimmer, Küche, Bad, und tägliche Brötchen Lieferung, inklusive. Wir hätten uns also gar nicht von dort wegbewegen brauchen, was wir allerdings doch taten. Zu schön, die Altstadt mit seinen Cafés, Restaurants, Bars, Eisdielen und kleinen Boutiquen. Hier werden wir ganz sicher noch einmal wieder hin zurückkehren.

Über Siena landeten wir in dann Florenz. Hier besuchten wir meine Familie und ließen uns verwöhnen. Erkundeten die Stadt, tranken in der Bar meines Onkels am Piazza Santa Croce unseren Café und bummelten durch die Straßen. Es war schön. Immer wieder. Florenz ist einfach eine traumhafte Stadt, in die man sich einfach sofort verlieben muss. Natürlich stößt man hier auch aus riesig große Touristengruppen. Horden von Menschen, die sich auf der Ponte Vecchio tummeln. Truppen, die wie Lemminge hinter demjenigen mit dem großen Schild verrennen, wo drauf steht: Ocean Driver oder sonstiges. Nun gut  – jeder möchte eben ein Stück dieser Traumstadt kennen lernen und oft sind es große Gruppen der Kreuzfahrtschiffe. Diese halten in Livorno und planen mit den Passagieren Tagesausflüge. Und so verwundert es nicht, dass viele sich für Florenz entscheiden. Von hier aus machten wir einen Ausflug nach San Gimignano. 40 Minuten Autofahrt, die sich aber sowas von gelohnt haben. Und das nicht nur wegen des leckeren Eises, das es dort gibt.

Zum Abschluss ging es nach Lucca. Unsere Unterkunft? Der Luxuriöse Abschluss unserer Reise. Mit einem paradiesischen Außenbereich und unfassbar tolles Ambiente, auch des Poolbereichs, ließen wir hier die letzten Wochen nochmal Revue passieren und verabschiedeten uns. Von einem wirklich tollen Urlaub. Der, auch wenn es mit den beiden Kindern nicht immer einfach war, uns ewig in schöner Erinnerung bleiben wird.

So – und bei wem habe ich jetzt, so richtig Fernweh geweckt?

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Eure Teresa

 

 

Hi ich bin Teresa. Studierte Medienmanagerin und leidenschaftliche Redakteurin. Meine Modeaffinität hat mich aber auch zwischenzeitlich mal die Branche wechseln lassen und so war ich zuletzt als Shopmanagerin bei Inditex tätig. Aktuell lebe ich aber ganz nach dem Motto: „Mein Alltag ist ihre Kindheit“. Ich versuche jeden Tag zu einem kleinen Abenteuer für uns zu machen. Mit einem tollen Mann an meiner Seite, einer wundervollen Tochter, die im Mai 2017 zur großen Schwester upgegradet wird, gestalten wir unseren Alltag so bunt wie möglich. So reisen wir gerne, ob durch Asien oder Europa. Und versuchen einfach immer wieder unseren persönlichen Interessen treu zu bleiben und sie gemeinsam auch zukünftig mit unseren Kindern zu vereinbaren. Kinder machen unser Leben nämlich nur noch lebenswerter: wir müssen es nur zulassen.